Mobbing in der Schule: Was tun im Ernstfall?

Schüler in der Schule
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Einige Wochen lang gehen Schüler in Deutschland nun bereits wieder täglich zum Unterricht. Nach den Sommerferien begann für viele nicht nur ein neues Schuljahr, denn auch der Wechsel an eine neue Schule oder in eine bisher unbekannte Klasse brachte große Veränderungen mit sich. Nicht leicht für Kinder, die schon jetzt soziale Ausgrenzung erleben. Eltern sind daher gefragt, wenn der Verdacht des Mobbing im Raum steht.

Mobbing löst sich nicht von alleine

Berichtet das eigene Kind davon, dass andere es in der Schule ärgern, ausgrenzen oder sogar körperlich und verbal verletzen, ist Abwarten die falsche Entscheidung. Eltern sollten in diesem Fall umgehend das Gespräch mit der Klassenlehrkraft suchen und diese auf die Problematik ansprechen. Oft sind Lehrkräfte nicht dazu in der Lage, riskante Dynamiken zu erkennen, da sie angesichts großer Schulklasse kaum differenziert arbeiten können. Die persönliche Rückmeldung seitens der Eltern ist wichtig für sie, um entstehendes Mobbing im Keim ersticken zu können. Nutzen Sie dafür auch den Elternabend oder den Elternsprechtag.

Selbstbewusstsein stärken, Hilfe holen

Mit der Unterstützung der Klassenlehrkraft alleine ist es jedoch oft nicht getan. Kinder, die von ihren Klassenkameraden gemobbt werden, erfahren täglich Angriffe auf ihren Selbstwert. Daher ist es entscheidend, dass Eltern ihnen in der Freizeit dabei helfen, Ausgleich zu finden. Die Situation nämlich wird sich in den meisten Fällen nicht von heute auf morgen lösen. Ein Kind, das in seinen Eltern verlässliche Ansprechpartner findet, kann diese Zeit besser überstehen. (Selbstvertrauen bei Kindern stärken)

Und zeigt sich, dass die Problematik von Tag zu Tag zunimmt, sollten auch Sozialpädagogen ins Boot geholt werden. Sie können im Zweifel auch einen schnelleren Wechsel der Klasse oder Schule empfehlen, um größeren Schaden abzuwenden. In jedem Fall aber sollten Eltern darauf bestehen, dass nicht nur das Opfer reagiert, sondern auch mit den Mobbenden selbst an einer Verhaltensänderung gearbeitet wird.

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