Masern: Deutschland ist nicht ausreichend geschützt

Wissenswertes über die Masernimpfung

Infos über die Masernimpfung
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Der medizinische Fortschritt sorgt schon seit Jahrhunderten für einen immer besseren Schutz von Kindern und auch Erwachsenen. Nicht nur akute Erkrankungen können schneller und besser geheilt werden, denn auch vorbeugende und schützende Maßnahmen lassen so manche Gefahr gar nicht erst entstehen. Als essenziell für einen soliden Gesundheitsschutz gelten hierbei Impfungen. Schon früh werden Kinder gegen zahlreiche Erkrankungen wie Masern geimpft. Wie sich nun jedoch zeigt, trügt der Schein.

Eltern versäumen die Impfung

Kinder dürfen erst zwischen dem neunten und zwölften Lebensmonat gegen Masern geimpft werden. Dies geschieht mit einem Kombinations-Impfstoff, der auch vor Röteln und Mumps schützt. Dass jedoch eine Impfdosis alleine nicht reicht und eine zweite Impfung zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat nötig ist, wissen offenbar nicht alle Eltern. So kommt es, dass das Zentralinstitut der Kassenärzte bedenkliche Zahlen veröffentlichte. Lediglich 63 Prozent der Kleinkinder verfügen über einen sicheren Schutz vor Masern. Es bleiben rund 73.000 Kinder, die keinen vollständigen Schutz genießen, wobei 66.000 Kinder gar nicht gegen Masern geimpft wurden.

Masern dürfen nicht unterschätzt werden

Dass Masern weitestgehend ausgerottet werden sollen, ist ein zentraler Wunsch der Weltgesundheitsorganisation. Immerhin sterben zwischen drei und fünf von 1.000 erkrankten Patienten. Bei der genannten Impfquote ist eine vollständige Ausrottung der Masern jedoch nicht möglich. Unzureichend oder gar nicht geimpfte Kinder erhalten somit die Krankheit am Leben. Besonders für Babys kann das gefährlich werden, denn sie sind dem Erreger in ihrem ersten Lebensjahr schutzlos ausgeliefert. Sorgen bereiten Ärzten und Ämtern in diesem Zusammenhang auch die sogenannten „Impfgegner“, die ihre Kinder gar nicht impfen lassen. Es braucht also eine starke Aufklärungsarbeit und ein direktes Ansprechen aller Eltern in Deutschland, um Masern und mit ihnen verbundene Todesfälle der Vergangenheit angehören zu lassen.
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