Lehrerstreiks fordern das Organisationstalent der Eltern

Fast jährlich können Eltern mit dem drohenden Schreiben der Schule rechnen: Streik-Ankündigung! Aktuell steht in einigen Bundesländern wieder der Arbeitskampf der Lehrergewerkschaft an. Denn immer mehr Lehrer werden von den Ländern angestellt und kaum noch verbeamtet. Dies gibt ihnen das Recht, für ihre Interessen Warnstreiks abzuhalten. Dann heißt es: Schule fällt aus!

Eltern müssen improvisieren
Normalerweise richten die Schulen eine Notbetreuung für die Kinder ein. Doch selbst diese ist nicht in jedem Fall gewährleistet. Auch zeigen die Horte zahlreicher Schulen Solidarität mit den Lehrern und nehmen an Streiktagen keine Kinder auf, um den Druck während der Verhandlungen zu erhöhen. Besonders berufstätige Eltern kommen da schnell ins Schwitzen: Wer betreut die Kinder bei einem Streik? Kann man nicht kurzfristig Urlaub nehmen, muss auf Großeltern, nette Nachbarn oder Freunde und Familie zurückgegriffen werden. Fehlt auch diese Option, sind mitunter Arbeitgeber so kulant und gestatten den Verbleib der Kinder bei ihren Eltern am Arbeitsplatz. Gut vernetzte Eltern organisieren über Telefonketten Betreuungsmöglichkeiten und wechseln sich entsprechend ab.

Was bleibt ist die Hoffnung, dass sich die Verhandlungspartner schnell einigen und keine weiteren Betreuungslösungen durch die Eltern gesucht werden müssen.
Mehr Infos zum Thema Betreuung bei Schulausfall organisieren

Lesenswerte Artikel in unserem Familienportal: