In Berlin werden Kita-Plätze knapp

Kitaplätze Berlin
Foto: © Nelos

Die Kinderbetreuung in Deutschland ist ein oft und vor allem heiß diskutiertes Thema. Steigende Lebenshaltungskosten und auch die zunehmende Berufstätigkeit der Mütter lassen einen hohen Bedarf an Betreuungsplätzen auf den Plan treten. Dass Städte und Länder bei der Schaffung neuer Kita-Plätze dieser Entwicklung kaum zufriedenstellend begegnen können, zeigt sich besonders in Berlin. Mehr zum Thema Kinderbetreuung

Kaum Auswahlmöglichkeiten für Eltern

Lange Wartelisten sind nicht das einzige Problem, mit dem sich Eltern in Berlin derzeit konfrontiert sehen. So waren schon Ende 2015 gerade einmal vier Prozent der Berliner Kitaplätze frei. Eltern müssen daher viel Glück haben, um für ihr Kind überhaupt einen Platz ergattern zu können und können sich kaum mehr für ihre Wunscheinrichtungen entscheiden. Neu zugezogene Familien und auch die Altersentwicklung der Kinder in Berlin allgemein sorgen für eine Zuspitzung der Situation. Am Beispiel des Bezirks Reinickendorf zeigt sich dies sehr deutlich. Hier waren Ende 2015 nur noch zwei Prozent der Kita-Plätze verfügbar.

Bedarfsgerechter Ausbau kaum möglich

Auch Fachleute betrachten die Situation in Berlin mit Sorge. Die Anzahl der Plätze, die in Berlin tatsächlich benötigt würde, könne nur durch den Neubau von 140 Kindertagesstätten bereitgestellt werden, signalisierte der Kita-Referent des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Die Umsetzung der Bauprojekte scheitert jedoch nicht nur an den finanziellen Mitteln, sondern auch an den verfügbaren Bauflächen. Allgemein sind in Berlin seit 2012 17.000 zusätzliche Kitaplätze geschaffen worden. Wie die Stadt den aktuellen Bedarf decken wird, bleibt indes abzuwarten. Eltern wird schon jetzt empfohlen, sich privat um die Betreuung ihrer Kinder zu kümmern, da ein Ende der Knappheit kaum in Sicht ist. Übersicht der Kindergartenmodelle

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