„Hotel Mama“ – Bis zu welchem Alter ist das Wohnen bei den Eltern noch angenehm?

Wann ziehen erwachsene Kinder aus?

Frau beim Umzug
Foto: © Peter Atkins

Eltern, deren Kinder bereits erwachsen sind, stellen sich immer häufiger die Frage, wann der Auszug des eigenen Kindes bevorsteht. Auch wenn viele Eltern ihre Kinder gerne um sich haben, so ist es ab einem bestimmten Alter nicht mehr allzu gern gesehen, wenn Tochter oder Sohn noch immer unter einem Dach mit ihren Eltern leben. Eine aktuelle Umfrage untermauert diese Annahme und zeigt, dass die meisten Kinder irgendwann von selbst auf eigenen Beinen stehen wollen.

Der Auszug der eigenen Kinder

Eine aktuelle Umfrage von YouGov, die die Deutsche Presse-Agentur in Auftrag gegeben hatte, beschäftigt sich mit dem Auszug erwachsener Kinder aus dem Elternhaus. Dass erwachsene Kinder bis zu einem Alter von 25 Jahren eine eigene Wohnung beziehen sollten, fanden 65 Prozent aller Befragten. Mehr als die Hälfte, genau 53 Prozent der Teilnehmer, stehen für einen möglichst schnellen Auszug erwachsener Kinder aus dem Elternhaus. Lediglich 25 Prozent aller Befragten finden es vollkommen in Ordnung, wenn die eigenen Kinder auch über dieses Alter hinaus bei den Eltern wohnen bleiben. Für ihre finanziellen Angelegenheiten und den eigenen Lebensunterhalt sollten erwachsene Kinder laut 83 Prozent der Umfrage-Teilnehmer selbst einstehen. Dies schließt beispielsweise eine Beteiligung an den Kosten für Wohnen und Ernährung ein. Wenn Kinder zu Hause ausziehen wollen

Die aktuelle Situation

Dass sich die Ergebnisse der Befragung und die Realität durchaus voneinander unterscheiden, zeigte die Umfrage ebenfalls. So sind nur knapp 50 Prozent aller erwachsenen Söhne im Alter von 23 Jahren bereits aus dem Elternhaus ausgezogen. Im Vergleich hierzu bleibt nur knapp jede dritte Tochter in diese Alter noch bei den Eltern. Wie lange es im individuellen Fall dauert, bis die eigenen Kinder ausziehen, ist jedoch von Familie zu Familie verschieden. Fakt ist allerdings, dass Söhne und Töchter im Alter von vierzig Jahren in aller Regel nicht mehr bei den Eltern wohnen. Lediglich vier Prozent der vierzigjährigen Söhne und ein Prozent der Töchter sind auch dann noch fester Bestandteil des elterlichen Haushaltes.
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Foto: © Peter Atkins