In der Coronakrise mit den Großeltern in Kontakt bleiben

„Ihr fehlt mir“ – Oma und Opa in der Krisenzeit

Großeltern im Videochat mit den Enkeln
In der Coronakrise mit den Großeltern in Kontekt bleiben - Foto: © aletia2011

Großeltern gehören in diesen Tagen zu einer der am häufigsten von schweren Verläufen einer Coronavirusinfektion betroffenen Gruppe. Ab einem Alter von sechzig Jahren steigt das Risiko, an Covid-19 zu versterben, deutlich. Kommen Vorerkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck hinzu, ist die Gefahr noch einmal größer. Viele Familien üben sich aus diesem Grund in Distanzierung und Kinder vermissen ihre Großeltern sehr.

Kontaktverzicht ist ein Ausdruck von Liebe

Es dürfte keine Seltenheit sein, dass sich Kinder in der momentanen Zeit traurig an ihre Eltern wenden, weil sie Oma und Opa besuchen möchten. In diesem Fall ist es wichtig, ihnen auf altersgerechte Weise zu erklären, warum das nicht möglich ist. Schon die Kleinsten können gut verstehen, dass es eine Krankheit gibt, die vor allem Oma und Opa schaden kann, während junge Menschen oft kaum etwas von der Infektion merken. Abstand zu halten, ist aus diesem Grund ein ganz großer Liebesbeweis, den Kinder nach dieser Erläuterung sicher gerne leisten.
So können Sie Kinder während der Coronakrise beschäftigen

Was Enkel und Großeltern tun können

Auch großes Verständnis für die Situation kann Sehnsucht nicht lindern. Das gilt besonders dann, wenn die Großeltern bislang eine tragende Rolle im Leben ihrer Enkelkinder gespielt haben und nun keinen persönlichen Kontakt pflegen können. Ein wenig Balsam für die Seele können Videotelefonate darstellen. So sehen sich beide Parteien wenigstens virtuell und können sich einen Moment lang austauschen. Abgesehen davon freuen sich Oma und Opa ganz sicher über Briefe oder Gemälde per Post und schicken vielleicht sogar ein kleines Päckchen zurück.
Ganz wichtig ist in der Coronakrise auch die Medienerziehung in der Familie! Lernen Sie gemeinsam die Medien richtig zu nutzen.