Der Buß- und Bettag (18.11.2015)

Wo ist der Buß- und Bettag ein Feiertag?

Streng genommen ist der Buß- und Bettag kein gesetzlich geregelter Feiertag mehr in Deutschland – doch Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Der Freistaat Sachsen hält nach wie vor am Buß- und Bettag fest. An diesem brauchen die Sachsen nicht zur Arbeit gehen, die Schulen und Geschäfte sind geschlossen. In allen anderen Bundesländern ist der Buß- und Bettag lediglich ein geschützter Feiertag. Arbeitgeber müssen ihren Angestellten die Möglichkeit einräumen, an einem Gottesdienst teilnehmen zu können. Die nächsten deutschlandweiten Feiertagen sind dann die Weihnachtsfeiertage. (Weihnachten in der Familie)

Hintergründe des Buß- und Bettages

Dieser Feiertag der evangelischen Kirche fällt deutschlandweit immer auf den letzten Mittwoch vor Ende des Kirchenjahres. Früher noch bundesweit anerkannt, wurde der Feiertag 1996 in Deutschland weitestgehend abgeschafft, um die Arbeitgeber durch die zusätzlichen Arbeitsstunden zu entlasten. Bis heute bedauert die Evangelische Kirche diesen Schritt der Bundesregierung. Die Sachsen zahlen als Ausgleich für den freien Tag einen erhöhten Beitrag zur Pflegeversicherung.

Buße tun und sühnen

Bereit im 16. Jahrhundert führten die Protestanten den Buß- und Bettag in Straßburg ein. Seine Wurzeln jedoch gehen zurück bis in die jüdische Antike. Evangelische Christen nutzen den Tag zur Besinnung und Neuorientierung. Sie bereuen ihre menschlichen Sünden und versuchen ein reines Verhältnis zu Gott zu erhlangen. Diese Besinnung auf das Wichtige im Leben wurde über die Jahrhunderte immer wieder in Notzeiten angeordnet. Auch heutzutage nutzen die evangelischen Kirchgemeinden diesen Feiertag, um auf die Probleme der Welt aufmerksam zu machen, die Menschen zum Gebet zu führen und inne zu halten.

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