Babylotsinnen: Frankfurt macht es vor

Hilfe für frischgebackene Mütter

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Die erste Zeit mit Baby kann sehr kräftezehrend sein. Viele Frauen fühlen sich dann überfordert, gestresst und finden nur selten fundierte Hilfe. Das ändern sollen nun die sogenannten Babylotsinnen, die in Frankfurt Besuche vornehmen. Keine Stadt innerhalb Deutschlands bietet derzeit einen vergleichbaren Service.

Was Babylotsinnen tun

Beim Einsatz der Babylotsinnen geht es nicht nur um Beratung frischgebackener Mütter, sondern um echte und aktive Unterstützung. Die Lotsinnen, meist Pädagoginnen und Sozialarbeiterinnen, absolvieren eine Zusatzausbildung und suchen Mütter direkt nach der Geburt im Krankenhaus auf. Hier sprechen sie mit Müttern über deren Situation und helfen ihnen dabei, wichtige Schritte in die Wege zu leiten. Wie genau das aussieht, bestimmt der individuelle Fall. Manchmal genügt es, Adressen von Babytreffs herauszusuchen. In Fällen mit größerem Hilfsbedarf können jedoch auch Behördengänge vorbereitet oder psychosoziale Maßnahmen in die Wege geleitet werden.

Kinderschutzbund als Initiator

Ins Leben gerufen wurden die Babylotsinnen vom Kinderschutzbund. Die Stadt Frankfurt sorgt gemeinsam mit vier Stiftungen für ausreichend finanzielle Mittel, denn die neun Lotsinnen arbeiten nicht ehrenamtlich, sondern sind fest angestellt. Vor allem Familien mit Migrationshintergrund oder anderweitig schwieriger Ausgangslage sind Zielgruppe der Babylotsinnen. Die bislang gesammelten, positiven Erfahrungen sprechen für eine Ausweitung des Projektes in anderen Städten und Regionen Deutschlands.
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