Aufklärung zur Weltstillwoche: Frauen haben viele Fragen

Mutter beim Stillen
Aufklärung zur Weltstillwoche - Symbolbild: © pololia - stock.adobe. com

Vom ersten bis zum achten August fand auch in diesem Jahr wieder die Weltstillwoche statt. Hierbei handelt es sich um die weltweit umfangreichste Kampagne zu diesem Thema, unter deren Dach sich mehrere große Organisationen zusammenschließen. Für Frauen, die bald Mütter werden oder es bereits sind, kann das Stillen dabei durchaus viele Fragen mitbringen. Die Aufklärung ist nicht überall gut.

Mißinformation in sozialen Medien

Aktionen zur Weltstillwoche gehen selbstverständlich nicht nur von den beteiligten Organisationen aus. Auch Stillberaterinnen, welche Social Media Accounts betreiben, nutzten die Woche für Eigenwerbung. Effektiv ist diese vor allem deshalb, weil die Weltstillwoche jährlich viel Aufmerksamkeit erregt und sich so gut als Zugpferd eignet. Doch nicht hinter jedem Profil mit Tipps zum Stillen steckt auch wirklich gute Beratung. Nicht selten schlagen offiziell zertifizierte Fachkräfte die Hände über dem Kopf zusammen, wenn sie von den Ratschlägen im Netz hören.

Guter Rat kommt mit Zertifikat

Frauen, die Fragen zum Thema Stillen haben, sollten sich aus diesem Grund nicht ohne weitere Recherche an einen Anbieter wenden. Wichtig ist es, zunächst die individuelle Expertise zu prüfen und zu hinterfragen, inwiefern sich die betreffende Person für die Beratungstätigkeit eignet. Ein guter Hinweis kann das Kürzel IBCLC sein, hinter dem sich das Wort „International Board Certified Lactation Consultant“ verbirgt. Für dieses Zertifikat muss tatsächliches Wissen bewiesen werden. Gleiches gilt für die Zertifizierung des Europäischen Instituts für Stillen und Laktation, kurz EISL. Fragen Sie auch Ihre Hebamme, sicher kennt diese auch einige Stillberaterinnen. Des Weiteren lohnt es sich im Bekannten- und Freundeskreis zu fragen, ob jemand schon Erfahrung mit einer Stillberatung gemacht hat. Lesen Sie auch: Stillprobleme und wie man diese lösen kann