Whatsapp in der Schule: Probleme häufen sich

Frau mit Handy
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Die meisten Jugendlichen nutzen ein Smartphone. Ab der weiterführenden Schule sind Whatsapp-Gruppen, in denen sich die Schüler miteinander vernetzen, Normalität. Hier allerdings tun sich für Schulen, Lehrer und auch die Schüler Probleme auf. Die digitale Kommunikation kann zu Schwierigkeiten führen, denen Schulen heute noch nicht gewachsen sind.

Stichwort „Cybermobbing“

Messengerdienste wie Whatsapp verschaffen ihren Nutzern ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Wer einen anderen Menschen angreifen, beleidigen oder bloßstellen möchte, muss das nicht von Angesicht zu Angesicht tun, sondern kann auf den digitalen Weg zurückgreifen. Mobbing, das sich in Whatsapp-Gruppen und Messengerdiensten abspielt, ist dabei besonders gefährlich. Oft nämlich bekommen Erwachsene nichts davon mit und die Jugendlichen leiden still. In Schulen wird zwar auf Prävention sowie Aufklärung gesetzt, ob diese Maßnahmen ihr Ziel erreichen, bleibt allerdings unklar. Deshalb wird die Medienerziehung in der Familie immer wichtiger.

Rechtswidrige und sogar strafbare Inhalte

Ein weiteres Problem, das sich in Whatsapp-Gruppen und auch sozialen Medien zunehmend zeigt, ist das Teilen von Inhalten, die alle Mitglieder einer Gruppe in rechtliche Schwierigkeiten bringen könnten. Der Besitz illegalen Bildmaterials oder solcher Medien mit strafrechtlich relevanten Inhalten ist bei all jenen gegeben, die ein Bild oder Video über eine Gruppe erhalten. Da sich das Teilen und Verbreiten von urheberrechtlich geschützten, illegalen und strafrechtlich relevanten Inhalten jedoch kaum kontrollieren lässt, müssen Schulen auf die Zivilcourage der Schüler hoffen. Inwiefern der Umgang mit Messengerdiensten und Social Media künftig behandelt werden sollte, ist auch unter Experten ein Streitthema.
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