Werbung in Kinder-Apps: Apple ändert die Regeln

Umgang mit Kinder-Apps

Mädchen mit Smartphone
Foto: © patrick

Dass viele Kinder Smartphones nutzen, wird von vielen Experten kritisch betrachtet. Inhalte nämlich lassen sich nicht immer an die Bedürfnisse der jüngeren Zielgruppen anpassen, sodass leicht Bilder oder Videos zu sehen sein könnten, die nicht für Kinderaugen gedacht sind. Auch wichtig ist es Eltern, dass ihre Kinder am Smartphone nicht mit Werbung konfrontiert werden. Werbemaßnahmen und auch Tracking bei Kinder-Apps wollte Apple daher ab dem 3. September blocken. Jetzt aber macht der Riese Ausnahmen. Lesen Sie auch: Wie Kinder mit Werbung umgehen lernen

App-Entwickler müssen sich an Richtlinien halten

Damit Apple eine bestimmte Kinder-App in seinem Store freischaltet und sie Endverbrauchern zur Verfügung stellen kann, muss die Anwendung einige grundsätzliche Voraussetzungen erfüllen. Bei Kinder-Apps gelten darüber hinaus Regeln, die eine Aufnahme in die entsprechende Rubrik möglich machen. Hier gibt Apple vor, dass es in Apps weder Links noch Kaufoptionen oder anderweitige Drittanbieter-Werbung, Analysen oder auch Ablenkungen geben soll. Das allerdings gilt nicht für alle.
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Ausnahmen bestätigen die Regel

Im weiteren Verlauf der Regelungen findet der aufmerksame Leser Hinweise darauf, dass „in begrenzten Fällen“ Analysen erlaubt sind. Hier sollen persönliche Daten der Kinder weiterhin geschützt bleiben. Auch der Standort wird nicht übermittelt. Darüber hinaus gestattet Apple in Ausnahmefällen sogenannte „kontextbezogene Werbung“ von Diensten mit öffentlich dokumentierten Praktiken sowie Richtlinien, die zur Kinderkategorie passen. Mit diesen Änderungen reagiert Apple auf Proteste von App-Entwicklern, die die zuvor aufgestellten Regeln als zu streng erachteten. Eltern sollten daher künftig etwas genauer hinsehen, ob sich in der App nicht doch unerwünschte Werbung findet.
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