Virtuelles Kinderzimmer: Kein digitaler Assistent von Mattel

Digitaler Assistent für Kinder

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Amazons „Alexa“ und auch Googles virtueller Lautsprecher „Home“ sind gute Beispiele für einen ganz neuen Trend. In deutschen Wohnungen geht es inzwischen sehr viel digitaler zu und digitale Assistenten sollen nicht nur Lichter ein- und ausschalten, sondern auch an Termine erinnern, unterhalten und das Leben leichter machen können. Dass sich Mattel nun auch einen solchen Assistenten für Kinder ausgedacht hat, stieß allerdings auf wenig Begeisterung. Dem Protest musste sich das Unternehmen nun beugen.

Kritik kam aus vielen Reihen

Eigentlich wollte der amerikanische Spielwarenproduzent eine bislang unerschlossene Marktlücke füllen. Ein digitaler Sprachassistent namens „Aristotle“ für das Kinderzimmer sollte für Familien attraktiv sein, die sich der Digitalisierung ohnehin bereitwillig öffnen. Dennoch sprachen sich zahlreiche Organisationen und sogar Politiker klar gegen das Produkt aus. Vor allem die integrierte Kamera sorgt für großen Unmut, denn Kritiker fürchteten unerwünschte Überwachung. Dass sich außerdem eine Kampagne namens „Für eine Kindheit ohne Werbung“ mit rund 15.000 gesammelten Unterschriften am Protest beteiligte, war zu viel für Mattel.

Berechtigte Bedenken stoppten das Projekt

Nun hat Mattel offiziell bekanntgegeben, seinen geplanten Assistenten nicht auf den Markt zu bringen. Schließlich waren die Argumente der Gegner gut und konnten kaum mit logischen Erklärungen und Beruhigungstaktiken entkräftet werden. So nannten die Gegner nicht nur den unerwünschten Eingriff in die Privatsphäre der Kinder als Problem, sondern auch die potenzielle Gefahr, dass Kinder durch Aristotle direkt durch Marketing-Maßnahmen angesprochen oder sogar Hackern zum Opfer fallen könnten.

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