Verschwörungstheorien in Familien: Was tun?

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In Zeiten von Corona verändert sich auch das soziale Miteinander. Nicht nur aufgrund der gelten Kontaktbeschränkungen, sondern auch in der Kommunikation hinsichtlich der Sinnhaftigkeit ergriffener Maßnahmen rund um die Krise. Während manche auf die Wissenschaft vertrauen und die Beschränkungen einhalten, rufen wiederum andere zum Widerstand auf und nennen zahllose Theorien, die ihren Standpunkt bekräftigen. Gerade innerhalb von Familien kann dies zur Zerreißprobe werden. Lesen Sie auch: Familienfeier wegen Corona Krise absagen?

Die Masse der Zweifler vergrößert sich

Es gibt inzwischen eine große Anzahl verschiedener Theorien, die Menschen zum Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen aufrufen. Dass das Virus eine reine Erfindung sei, dass Zwangsimpfungen zum Chippen der Menschen dienen, dass die 5G-Technologie für Corona verantwortlich sei oder auch dass das Virus selbst aus dem Labor stamme. Oft sind diese Theorien sehr detailliert und mitunter glaubhaft gestaltet. Anhänger lassen sich kaum mehr von diesem Weg abbringen, besuchen Demonstrationen und boykottieren die Kontaktbeschränkungen oder die Maskenpflicht. Geschieht dies in weiter Ferne, ruft es meist nur ein mildes Kopfschütteln aus. In der eigenen Familie jedoch hat diese Entwicklung großes Konfliktpotenzial.

Streiten verhärtet die Fronten

Grundsätzlich gilt: Wer mit einem Menschen diskutiert, der Verschwörungstheorien anhängt, hat meist schon im Vorhinein verloren. Mit rationalen Argumenten und eindringlichem Mahnen ist es hier kaum möglich, das Gegenüber zu einer Veränderung der eigenen Haltung zu bewegen. Experten empfehlen daher, keinen Streit anzufangen und stattdessen kritische Fragen zu stellen. Oft fehlen dann die Antworten hierauf und die fehlende Substanz der Theorien wird deutlich. Hilft alles nichts und bleiben die Fronten verhärtet, bleibt manchmal nur ein Weilchen Funkstille als sinnvolle Lösung. Nach der Krise ist dann vielleicht wieder ein gutes Gespräch möglich.
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