Unterhaltsvorschuss : Die Reform ist sicher

Neue Regelungen beim Unterhaltsvorschuss

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Zahlt der leibliche Vater nach der Trennung von der Mutter seiner Kinder keinen Unterhalt, so springt der Staat im Rahmen des Unterhaltsvorschusses ein. Diese Leistung galt bislang jedoch als nicht unumstritten, denn vielen Kindern blieb der Zugang verwehrt. Vor allem die bisher gültigen Altersbeschränkungen waren vielen Alleinerziehenden ein Dorn im Auge. Umso freudiger ist die Nachricht über die Reformierung des Unterhaltsvorschusses. Schon ab dem ersten Juli diesen Jahres treten neue Regelungen in Kraft.

Das ist neu am Unterhaltsvorschuss

In seiner Höhe bleibt der Unterhaltsvorschuss gleich. Für Kinder bis zu einem Alter von fünf Jahren zahlt der Staat 150 Euro, für Kinder zwischen sechs und elf Jahren 201 Euro und alle älteren Kinder erhalten 268 Euro Unterhaltsvorschuss monatlich. Das Entscheidende an der Reformierung sind daher nicht die Zahlbeträge. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass die bisherige Altersgrenze für die Zahlung des Vorschusses aufgehoben wurde. So zahlte der Staat bislang nur für Kinder bis zu zwölf Jahren. Ab Juli steigt diese Grenze auf 18 Jahre und zusätzlich wird die Bezugszeit nicht begrenzt. Durften Alleinerziehende bisher nur sechs Jahre lang Unterhaltsvorschuss erhalten, müssen sie sich nun keine Sorgen über ein vorzeitiges Ende der Hilfe machen.

Besondere Regelung für Hartz IV Bezieher

Die Leistungen im Rahmen des Unterhaltsvorschusses waren für Hartz IV Bezieher bisher schwierig nutzbar, denn sie müssen mit weiteren Leistungen verrechnet werden. Der Unterhaltsvorschuss bringt unter Umständen keine Verbesserung der finanziellen Situation. Mit einer Neuregelung möchte das Familienministerium nun jedoch Anreize zur Wiederaufnahme einer Arbeit schaffen. So zahlen Bund und Länder nun Unterhaltsvorschuss, wenn die betreffende Person ein Bruttoeinkommen von mindestens 600 Euro monatlich vorweisen kann.

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