UNICEF: Das vergangene Jahrzehnt war für Kinder „tödlich“

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Kriege und Konflikte bestimmten und bestimmen das Leben zahlloser Kinder in aller Welt. Viele von ihnen leiden nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Wie UNICEF nun berichtete, wurden im vergangenen Jahrzehnt über 170.000 Gewalttaten gezählt, bei denen Minderjährige in Konfliktgebieten zu Schaden kamen. Tendenz steigend.

Anzahl der Gewalttaten steigt

Über das gesamte Jahrzehnt verteilt kam es zu durchschnittlich 45 Gewalttaten gegen Kinder und Jugendliche täglich. Hierbei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass die Anzahl der Taten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. So zählte UNICEF in 2018 etwa zweieinhalb Mal mehr Fälle als in 2010. Bei schweren Gewalttaten wurden Kinder nicht nur verstümmelt und verletzt, sondern nicht selten auch getötet.

Bessere Erfassung oder schlechtere Situation

Dass weltweit immer mehr Kinder unter erheblicher Gewalt leiden müssen, kann unterschiedliche Gründe haben. Das UN-Kinderhilfswerk gibt hier einerseits zu bedenken, dass die Erfassung von Gewaltverbrechen gegen Minderjährige inzwischen optimiert werden konnte, dies jedoch nicht bedeutet, dass kein Anstieg stattfindet. Als Länder, in denen es Kinder sowie Jugendliche derzeit besonders schlecht geht, werden Kongo, Jemen und Syrien erachtet. Doch nicht nur hier, sondern in vielen weiteren Krisengebieten muss der Schutz von Minderjährigen weiter verbessert werden, um den ansteigenden Trend zu durchbrechen.