Thema Rassismus: Wie mit Kindern darüber sprechen?

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Ob Hanau, Christchurch oder Minneapolis: Rassistisch motivierte Straftaten waren in den letzten Monaten immer wieder Thema in den Medien. Auch an Kindern geht die Problematik oft nicht vorüber, denn Vorfälle wie der Tod von George Floyd im Mai beschäftigen Eltern nicht nur sehr, sondern sind praktisch allgegenwärtig. Eltern sollten das Gespräch mit ihren Kindern suchen und über Rassismus aufklären.

Was ist Rassismus?

Ganz einfach ist es nicht, einem Kind zu erläutern, was Rassismus ist. Darauf aufmerksam zu machen, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft verschieden aussehen können, ist ein erster Schritt. Anschließend wird es möglich, über die unterschiedliche Behandlung zu sprechen, die diesen Menschen zuteil wird. Die meisten Kinder reagieren direkt mit der Äußerung, wie unfair und gemein es ist, Personen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache oder Herkunft schlecht zu behandeln. Hier ist es wichtig, sie in dieser Haltung zu bestärken. Zeitgleich aber müssen Eltern oftmals auch für sich lernen, dass sie nicht frei von rassistischen Gedankenmustern sind.

Alltagsrassismus thematisieren und möglichst beenden

Der Alltagsrassismus zeigt sich nicht in Gewalttaten oder offener Diskriminierung. Oftmals sind es Vorurteile, die sich in die Gedanken vieler Menschen schleichen und so einem gleichberechtigten Umgang mit anderen Menschen im Wege stehen.
Selbst Bewegungen wie „Ich sehe keine Hautfarbe“, die derzeit in Sozialen Medien kursieren, sind nicht frei von Rassismus. Sie nämlich machen weiterhin einen Unterschied und entlassen die Betroffenen nicht aus der Opferrolle. Über Themen wie dieses sollten Eltern mit ihren Kindern jedoch erst dann sprechen, wenn diese zu komplexen Gedankengängen fähig sind. Mit Teenagern oder Kindern ab der weiterführenden Schule ist das in jedem Fall möglich.
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