Terror und Krisen in der Welt: Wie Eltern mit ihren Kindern darüber sprechen sollten

Mädchen mit Smartphone
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Die schrecklichen Ereignisse, die sich dieser Tage in der Welt abspielen, lassen sich immer schwerer vor Kinderohren verheimlichen. Der Amoklauf in München, die heftigen Auseinandersetzungen in der Türkei, das Attentat von Nizza und nun offenbar auch die Explosion in Ansbach. All diese Vorkommnisse sind für Kinder schwer zu verstehen, weswegen sie teilweise für Angst sorgen können, oft offene Fragen aufwerfen und manchmal auch verunsichern. Die eigenen Kinder von der Außenwelt abzuschirmen, um ihnen die traurigen und schockierenden Nachrichten aus aller Welt zu ersparen, ist dabei keine wirkliche Option.

Offene Bereitschaft zu einem Gespräch zeigen

Hört ein Kind von einem schrecklichen Ereignis, so fragt es sich häufig, was überhaupt passiert ist. Auch wenn die Nachrichten in der Regel recht detailliert beschreiben, was vorgefallen ist und auch die möglichen Folgen dabei nicht auslassen, ist das für Kinder oftmals noch zu kompliziert. Sie wenden sich lieber an die eigenen Eltern, um Genaueres zu erfahren. Auf die Frage nach einem schrecklichen Ereignis sollten Eltern daher nicht abweisend reagieren. Es ist gut verständlich, dass Kinder mehr über die Welt wissen möchten, in der sie leben. Zuzugeben, dass tatsächlich etwas passiert ist und sogar einzelne Details zu erzählen, wenn das Kind nachfragt, ist völlig in Ordnung. Eltern sollten lediglich darauf achten, die Welt in ihren Erläuterungen nicht schwarz zu malen. (Wissbegierige Kinder – Wie damit umgehen?)

Positiv erklären hilft gegen die Angst

Selbstverständlich steht eine schreckliche Tat und somit auch der Täter im Fokus vieler Berichterstattungen. Wenn Eltern mit ihren Kindern über ein solches Ereignis sprechen, sollten sie die Angelegenheit jedoch etwas umfangreicher betrachten und auch von den Sicherheitsmaßnahmen erzählen, die sofort griffen, von der Polizei, die direkt zur Stelle war und auch davon, dass sich Menschen retten konnten. Kinder sollten in der Lage sein, nach einem Gespräch mit ihren Eltern zu verstehen, dass nicht die ganze Welt schlimm ist, dass es jedoch verwirrte Menschen gibt, die anderen Schaden zufügen wollen und dass die Nachrichten die Aufgabe haben, uns über Krisen und Schlimmes zu informieren.
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