Steuern: CSU denkt an Kindersplitting

Zeitung berichtet über Kindersplitting
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Die finanziellen Probleme, mit denen zahlreiche Familien in Deutschland zu kämpfen haben, sind auch in der Politik allgegenwärtig. Eltern, die unter dieser Situation leiden, sollen laut CSU bald entlastet werden. Die Partei arbeitet derzeit an einer neuen Variante zur Besteuerung von Familie. Dem sogenannten Kindersplitting.

Je mehr Kinder, desto geringer die Steuerlast

Das Kindersplitting soll zusätzlich zum gewohnten Ehegattensplitting Anwendung finden. Verbunden sein könnte dies etwa mit der Anhebung des Kinderfreibetrages. Dieser beläuft sich derzeit auf rund 7.356 Euro jährlich und könnte dann auf 8.820 Euro steigen. Doch es gibt noch eine zweite Lösungsmöglichkeit, die sich an aktuellen Praktiken in Frankreich orientiert. Hier wird die Einkommensteuer nicht pauschal pro Familie berechnet, sondern unter Berücksichtigung der Anzahl aller Familienmitglieder ermittelt. Für Familien würde dies bedeuten, dass sie auch mit mehreren Kindern auf zusätzliche Entlastung hoffen könnten.

Noch ist nichts entschieden

Auch wenn die CDU der CSU grundsätzliche Unterstützung auf diesem Weg zugesagt hat, ist nicht final über die Ausgestaltung der neuen Regelung entschieden. Weitere Optionen wie eine Erhöhung des Kindergeldes stehen derzeit zur Debatte. Dass dies den deutschen Staat viel Geld kosten wird, ist indes klar. Experten rechnen mit Mehrkosten in einstelliger Milliardenhöhe jährlich. Für Familien kämen die Änderungen jedoch wie gerufen. Was sich konkret ändern wird und welche Entlastungsmöglichkeiten Familien künftig nutzen können, bleibt dennoch mit Spannung zu erwarten.
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