Steigender Medienkonsum durch Corona: Eltern in der Pflicht

Mädchen surft im Internet
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Die Corona Pandemie hat großen Einfluss auf das Leben von Kindern und Jugendlichen. Kurz nachdem sich die Regierung für einen weitestgehenden Lockdown und somit auch für das Aussetzen des Präsenzunterrichts in Schulen ausgesprochen hatte, veränderte sich in Familienhaushalten viel. Die betrifft auch die Mediennutzung, wie die Krankenkasse DAK Gesundheit nun im Rahmen einer Studie herausfand. Lesen Sie auch: Wie lange sollten Kinder im Internet surfen dürfen?

Mehr Zeit in Social Media

Vor allem soziale Netzwerke scheinen Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 17 Jahren zu beschäftigen. Im Rahmen der Studie zeigte sich, dass sie in der Zeit des pandemiebedingten Schulausfalls deutlich länger in den Netzwerken surften. Um etwa 66 Prozent verlängerte sich die Gesamtnutzungszeit werktags. Manche der Befragten gaben an, täglich mehr als fünf Stunden in Social Media aktiv zu sein. Lesen Sie auch: Wie das Internet Kinder beeinflusst

Die Risiken verstärkter Mediennutzung

Zunächst spricht auch aus Expertensicht nichts gegen steigende Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Die genaue Dauer, die Intensität der Nutzung und die Qualität der Inhalte spielen dabei jedoch entscheidende Rollen. Bei Social Media ist vor allem letzteres nicht immer gegeben. Darüber hinaus verlängerte sich auch die Dauer der wöchentlichen Beschäftigung mit digitalen Spielen. (Schlaue Onlinespiele für Kinder) Sind Kinder und Jugendliche künftig weiterhin so stark mit digitalen Medien beschäftigt, könnte dies nicht nur die Persönlichkeitsbildung, sondern auch die körperliche Gesundheit beeinträchtigen. Zeit für Bewegung nämlich bleibt bei rund fünf Stunden Social Media pro Tag kaum übrig. Mehr zum Thema Medienerziehung in der Familie