Schweiz: Eine App für Kindertagesstätten

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In Sachen Digitalisierung tut sich Deutschland nicht selten schwer. So wundert es wenig, dass andere Länder die Bundesrepublik in Sachen Fortschrittlichkeit überholen und Neuerungen einführen, die hierzulande als kaum vorstellbar gelten. In etwa so verhalten könnte es sich mit der App „Nubana“, die in der Schweiz von Kindertagesstätten genutzt wird.

Informationen und leichtere Kommunikation

Die App kann in Kindertagesstätten genutzt werden, um Eltern über ihre Kinder zu informieren. Umgekehrt ist es außerdem möglich, dass Eltern kurzfristig Änderungen und Hinweise an das Kita-Personal übermitteln. Kommt beispielsweise die Tante statt der Mutter zum Abholen, reicht eine Benachrichtigung aus, um Unsicherheiten zu vermeiden. Eltern erhalten Informationen zu wichtigen Fragen wie dem Schlafverhalten ihres Kindes, der Ernährung und der Flüssigkeitsaufnahme. Auch der Mittagsschlaf kann bei Bedarf dokumentiert werden und es besteht die Möglichkeit, Eltern wichtige Informationen rund um Termine zu übermitteln. Interessant ist ebenfalls die Option, Bilder von besonderen Ereignissen über die App mit Eltern zu teilen.

Noch nicht weit verbreitet

Nubana wird aktuell in zehn schweizerischen Kindertagesstätten verwendet. In Deutschland gibt es ähnliche Anwendungen ebenfalls, von einer flächendeckenden Nutzung kann jedoch nicht die Rede sein. Hier scheint es, dass sich der technologische Fortschritt gewohnt langsam vollzieht. Manche Experten sind sich zudem nicht einig darüber, ob sich das Versenden von Informationen nicht negativ auf das Verhalten von Eltern auswirkt. Gerade bei bestehenden Tendenzen zur Überbehütung könnte eine App die notwendige Loslösung erschweren und für Stress sorgen.
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