Forscher: Rutschen auf dem Schoß kann gefährlich sein

Zeitung zum Thema Gesundheit
Foto: © Zerbor

Eine lustige Rutschpartie auf Mamas oder Papas Schoß macht den meisten Kindern Spaß. Oft gehen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern auf die Rutsche, weil diese sich nicht alleine trauen. Was eigentlich als ganz normale Situation auf dem Spielplatz gedeutet werden könnte, haben Forscher in den USA nun genauer betrachtet. Ihre Warnung: Wer sein Kind auf den Schoß nimmt, kann das Verletzungsrisiko erhöhen.

Rutschunfälle unter der Lupe

Im Rahmen ihrer Untersuchungen beschäftigten sich die Forscher an der Universität von Iowa mit rund 12.700 Rutschunfällen. Als besonders häufige Folge eines solchen Unfalls nennen sie Brüche im Bereich der unteren Extremitäten. Die Anzahl der Verletzungen verringerte sich jedoch nicht, wenn Kinder auf dem Schoß ihrer Eltern rutschten. Ganz im Gegenteil: Durch das erhöhte Gesamtgewicht und den damit verstärkten Schwung während des Rutschens kann ein sonst ungefährliches Hängenbleiben mit den Beinen zur Gefahr werden. Rutschen Kinder alleine, ist ihr Gewicht selbstverständlich deutlich geringer, was auch die Belastung der Knochen im Ernstfall senkt.

In Ruhe annähern und Selbstvertrauen schaffen

Traut sich das eigene Kind also nicht auf die Rutsche, sollten Eltern dennoch davon absehen, als „sichere“ Unterlage zu fungieren. Besser ist es, das Kind langsam an die Rutsche zu gewöhnen und es zu ermutigen, den großen Schritt selbst zu tun. Traut sich das Kind dann schließlich, die Rutsche in Eigenregie zu benutzen und bleiben die Eltern dicht daneben stehen, ist das Verletzungsrisiko geringer. Dann genügt oft eine helfende Hand von der Seite und nach drei oder vier Durchgängen weicht die anfängliche Angst großem Stolz. (Selbstvertrauen stärken)

Lesen Sie auch: Spielen mit Kindern – Ideen für alle Altersgruppen

Foto: © Zerbor