Rostock: „Greifi“ ist gefährlich (Plüschtier)

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Die Stadt Rostock feiert in diesem Jahr ihr achthundertstes Jubiläum. Schön für alle Eltern und ihre neugeborenen Babys, denn für die Kleinsten gab es anlässlich des Geburtstages ein Stofftier namens „Greifi“. Der kuschelige Vogel jedoch darf nun nicht mehr länger verteilt werden. Wie sich herausstellte, sind seine Inhaltsstoffe nicht unbedingt harmlos.

Weichmacher in „Greifis“ Augen

Damit der Greifvogel aus Plüsch seinen kleinen Besitzer einen freundlichen Blick schenken kann, verfügt er über zwei große Augen. Diese bestehen aus einem Plastik-Plättchen und einer darauf platzierten Pupille. Nun hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales herausgefunden, dass das entsprechende Plastik-Plättchen Weichmacher enthält. Diese sollen zwar vor Verletzungen schützen, können beim Verschlucken jedoch gefährlich werden. Löst sich der Weichmacher nämlich in Magen oder Darm des Kindes, falls es das Plättchen verschluckt, wird das Plastik wieder hart. Das wiederum kann zu Verletzungen führen, weswegen „Greifi“ nun offiziell als „nicht verkehrsfähig“ gilt. (Mehr zum Thema Kuscheltiere für Kinder)

Ärgerlich für Rostock

Das offizielle Verteilverbot kommt Rostock nun teuer zu stehen. Immerhin hat die Stadt insgesamt 5.000 Plüschtiere geordert, die aller Vermutung nach in China produziert worden waren. Die rund 96 Familien, denen bereits ein „Greifi“ überreicht wurde, sollten das Stofftier keinesfalls nutzen und besser entsorgen oder als Erinnerung auf einem nicht für Kinder erreichbaren Regal platzieren. Was mit den restlichen Plüsch-Greifen geschieht, bleibt unklar.

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Foto: © Zerbor