Richtiges Verhalten bei einem Wildunfall

Tipps für Autofahrer

Straße im Wald im Herbst
Foto: © Ivan Polushkin

Jährlich kommt es in Deutschland zu 200.000 bis 250.000 Wildunfällen. Besonders im Herbst während der Dämmerung und in der Nacht kreuzen die Tiere auf Futtersuche die Fahrbahnen. Zwischen 5 und 8 Uhr morgens bzw. von 17 bis 24 Uhr abends entstehen die meisten Unfälle an Stellen, die mit dem Verkehrszeichen Wildwechsel gekennzeichnet sind. So reagieren Sie richtig in dieser Stresssituation:

Nicht ausweichen!

Der Instinkt, eine Kollision vermeiden zu wollen, veranlasst viele Autofahrer zum Ausweichen. Die Folgen können jedoch verheerend sein. Nicht nur, dass entgegenkommende Fahrzeuge in Gefahr sind, sondern ein eigener Unfall an einem Baum o.ä. ist wahrscheinlich. Außerdem ist nicht gewiss, ob und in welche Richtung das Wildtier fliehen wird. Die Polizei rät dazu, im Falle von Wild auf der Straße stark abzubremsen, das Fernlicht abzublenden, das Lenkrad sehr fest zu halten und keinesfalls dem Tier auszuweichen.

Wenn es zu einem Zusammenprall kam

Sichern Sie als erstes die Unfallstelle, indem Sie den Warnblinker betätigen und das Warndreieck aufstellen. Tragen Sie dabei vorschriftsmäßig Ihre Warnweste. Ist das Tier verendet, können Sie es von der Fahrbahn entfernen, um die Unfallgefahr zu mindern. Die Handschuhe aus dem Erst Hilfe Kasten im Auto sind hierbei von Vorteil. Verletzte Tiere bitte nicht berühren, sie könnten sich wehren. Informieren Sie umgehend die Polizei, sie schickt Ihnen den zuständigen Jagdpächter vorbei. Im Übrigen lohnt sich die Dokumentation der Schäden am Fahrzeug für die Versicherung. Viele Teil- und Vollkaskoversicherungen tragen Wildschäden am Kfz durch bestimmte Tiere. Lassen Sie sich dafür vom Revierzuständigen oder der Polizei die sogenannte „Wildbescheinigung“ ausstellen. Tipps für die KFZ-Versicherung

Tipp: Auch wenn das angefahrene Tier im Wald verschwindet, besteht aus Tierschutzgründen eine Meldepflicht.

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Foto: Ivan Polushkin