Ramadan: Kritik am Fasten mit Kindern

Lustiges Gemüse für Kinder
Foto: © Velirina

Seit dem fünften Mai und noch bis zum vierten Juni ist Ramadan. Gläubige Moslems in aller Welt verzichten während dieser Zeit täglich zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang auf die Nahrungsaufnahme. Am späten Abend dann darf gegessen werden. Was ein erwachsener Körper meist problemlos schafft, kann für Kinder schwierig und sogar gefährlich sein. In Hessen übte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann von der CDU nun Kritik am „Kinderfasten“.

Kleine Kinder sollten essen dürfen

Wie die Justizministerin bekanntgab, will sie künftig mit einem Gesetz gegen den Zwang zum Fasten vorgehen. Eltern oder auch Angehörige sollen kleine Kinder während dem Ramadan nicht dazu zwingen, tagsüber zu hungern. Sowohl ein gesetzliches Verbot als auch rechtliche Sanktionen stehen theoretisch im Raum. Aufmerksam machte Kühne-Hörmann auch darauf, dass viele Schüler während dem Ramadan in der Schule negativ auffielen.

Die Gefahr des Fastens

Einen ganzen Tag lang nicht zu essen, ist auch für Kinder unproblematisch. Ramadan jedoch ist einen ganzen Monat lang. Hier kann es im Laufe der Wochen zu Mangelerscheinungen und Gewichtsverlust kommen. Gerade bei Kindern, deren Nährstoff- und Energiebedarf auf vergleichsweise hohem Niveau liegt, ist ein negativer Einfluss auf die Entwicklung durchaus denkbar. Daher sollten muslimische Eltern ihre Kinder nicht zum Fasten zwingen, sondern besser behutsam an Bräuche heranführen, ohne dabei die Gesundheit aus den Augen zu verlieren.
Weitere Informationen zum Thema Gesunde Ernährung für Kinder