Politik in der Corona-Pandemie: Kritik von Elternseite immer lauter

Kritik an der Politik in der Corona Pandemie
Immer mehr Eltern kritisieren die Politik in der Corona Pandemie - Symbolbild: © Zerbor - stock.adobe. com

Auch mehr als ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist es für viele Familien nicht leicht, den Alltag zu gestalten. Eltern müssen sich vielerorts im Home Office behaupten und zeitgleich das Home Schooling der Kinder beaufsichtigen. Mitunter gibt es auch jüngere Geschwister im Kita-Alter, welche zusätzlich nach Aufmerksamkeit verlangen. Ein Drahtseilakt, der nicht ausreichend Beachtung findet. Lesen Sie auch: Kinder während der Coronakrise beschäftigen

Familien sehen sich im Nachteil

In Diskussionen um neue Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren sich die Bundesländer bislang nur selten einig. Was jedoch vielen Eltern Bauchschmerzen bereitet, ist die Tatsache, dass Unternehmen in der Regel mit weniger Einschränkungen und Regeln konfrontiert werden als Kinder.
Auch im Gespräch rund um eine Testpflicht an Schulen wurde dies deutlich. Galt und gilt sie als probates Mittel, um Präsenzunterricht etwas sicherer zu machen, so scheuten sich manche Politiker deutlich, auch Unternehmen eine solche Pflicht aufzuerlegen. Die Lager bleiben folglich gespalten und bei Eltern entsteht der Eindruck, die Politik kümmere sich vorrangig um Wirtschaftsunternehmen, weniger aber um die Bedürfnisse und Interessen der Eltern sowie Kinder.

Das Spiel mit Inzidenzen und fehlender Planbarkeit

In der dritten Welle war es für Familien oft nicht leicht, ihre nächsten Schritte zu planen. Das lag und liegt nicht nur an der Tatsache, dass einerseits der Föderalismus und andererseits die Landkreise für einen bunten Flickenteppich an Regelungen sorgten. Probleme bei der Planung des Familienlebens entstanden auch aufgrund des Festhaltens an konkreten Inzidenzwerten, welche sich über das Wochenende jedoch durchaus so ändern können, dass mit dem Beginn einer neuen Woche wieder völlig neue Einschränkungen oder Lockerungen gelten.
Die Interessen der Familien bleiben also vielerorts unberücksichtigt. Und das, obwohl inzwischen klar ist, dass das Coronavirus mit Long Covid, PIMS und Langzeitschäden an Organen auch für die jüngeren Generationen nicht zwingend harmlos ist.
Aber auch viele Familienfeiern fallen dank Corona ins Wasser. Weihnachten und Ostern mussten Familien im engsten Kreis verbringen. Fraglich ist auch in diesem Jahr, ob die Jugendweihe verschoben werden muss oder überhaupt stattfinden kann.