Papst Franziskus: Homosexuelle Familien gibt es nicht

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Am vergangenen Samstag sprach sich Papst Franziskus in Italien zu verschiedenen Themen rund um das Familienleben teilweise kritisch aus. Wie italienische Medien berichten, folgen die Ansichten des Oberhauptes der Katholischen Kirche weiterhin den klassischen Vorstellungen von Familie und Moral. Für diejenigen, die sich mit Franziskus etwas frischen Wind in der Kirchenpolitik gewünscht hatten, dürften seine Aussagen enttäuschend sein.

Nur Frau und Mann sind fähig, Familien zu bilden

Mit der Einführung der Ehe für alle in Deutschland und einigen weiteren Ländern wurden die Rechte homosexueller Paare deutlich gestärkt. Die katholische Kirche aber sieht dieses Thema weiterhin kritisch. So sprach sich Papst Franziskus entschieden gegen die Vorstellung aus, dass auch homosexuelle Paare eine Familie gründen können. Seiner Ansicht nach sei die Familie nach dem Ebenbild Gottes nur mit Mann und Frau möglich. Auch gegen die Abtreibung von schwer kranken Kindern sprach sich der Papst aus und verglich dieses Vorgehen mit den Euthanasie-Praktiken aus dem Zweiten Weltkrieg. (Mehr über die Regenbogenfamilie)

Untreue zu vergeben, zeigt Liebe

Eine weitere Aussage von Papst Franziskus dürfte ebenfalls für Aufsehen gesorgt haben. So nahm er sich des Themas Untreue in der Ehe an und lobte Frauen dafür, wenn sie ihren Männern nach einem Seitensprung oder einer Affäre vergeben. Wegzuschauen und zu warten, bis der Partner seine Treue wieder erlangt habe, sei „Heiligkeit, die aus Liebe alles vergibt.“ Die Realität aber sieht anders aus. Auch in Deutschland ist Untreue weiterhin einer der häufigsten Gründe für das vorzeitige Ende einer Ehe. (Mehr zum Thema Scheidung)

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