Wenn die Pandemie geschafft ist: Kinder brauchen Schutz vor Überforderung

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Infos rund um die Corona-Pandemie - Symbolbild: © Zerbor - stock.adobe. com

Je höher die Impfquote steigt, desto hoffnungsvoller entwickelt sich auch die Stimmung in der Corona Pandemie. Immer mehr Menschen der höheren Risikogruppen genießen inzwischen einen soliden Schutz vor schweren Verläufen, Hospitalisierung sowie Tod und mit jedem Tag kommen neue hinzu. Einen Blick auf das Ende der Pandemie zu werfen, ist daher ein nachvollziehbarer Wunsch. Eltern fragen sich dabei oft: Wie schnell ist eine Rückkehr in das gewohnte Leben möglich?

Anpassung erfordert in beide Richtungen viel Kraft

Wer mit Kindern in die Pandemie gestartet ist, hat sicherlich gemerkt, dass schon die Kleinsten teilweise unter großem Stress gelitten haben. Die geschlossene Schule oder Kita, die ausbleibenden Übernachtungsbesuche bei Oma und Opa und plötzlich entfallende Spieltreffen mit Freunden drückten auf die Stimmung. Doch die meisten Kinder konnten sich der neuen Situation erstaunlich gut anpassen. Entscheidend ist nun, dass auch eine Rückkehr zur Normalität erneut Anpassungsleistungen verlangt. Vor allem sensible Kinder könnten sich von allzu hoher Geschwindigkeit überfordert fühlen. Dann ist eine Morgenroutine mit Kindern sehr wichtig.

Lieber Schritt für Schritt vorgehen

Der Impuls, nach der Pandemie so schnell wie möglich all das zu unternehmen, was nun so lange nicht möglich war, ist verständlich und nur menschlich. Mit Kindern aber empfiehlt es sich, langsamer zu starten. Schließlich erfordern auch der alte Kita- und Schulalltag wieder neue Anpassung. Statt an fünf Tagen in der Woche fünf unterschiedliche Aktivitäten zu planen, lohnt es sich, nur eine Aktivität pro Woche zu genießen. So bleibt genügend Zeit, um auch sensiblen Kindern die Chance zu geben, sich im alten Leben zurechtzufinden. Lesen Sie dazu auch: Zeitmanagement für Kinder