Masern: Schulschließung in Bad Segeberg

Immer weniger Kinder gegen Masern geimpft

Zeitung zum Thema Gesundheit
Foto: © Zerbor

Sinkende Impfquoten bereiten Medizinern und anderen Experten Sorge. In Deutschland sind immer weniger Kinder ausreichend gegen bestimmte Kinderkrankheiten geschützt, was Ausbrüche begünstigt. In Bad Segeberg kam es zu gleich zwei Masernfällen, die die Schließung von Schulen nach sich zogen. Lesen Sie auch: Impfungen für Kinder

Schüler mussten zu Hause bleiben

Sowohl an der Dahlmannschule als auch an der Theodor-Storm-Grundschule wurde jeweils ein Masernfall gemeldet. Ein Problem für die Schulleitung, denn ungeschützte Schüler laufen Gefahr, sich ebenfalls anzustecken. Aus diesem Grund mussten beide Schulen zunächst für wenige Tage schließen. Lediglich geimpfte Kinder, deren Schutz nachgewiesen werden konnte, durften die Schulen weiter besuchen. Lehrer konnten sich zusätzlich einer Blutuntersuchung unterziehen. (Masern – Eine typische Kinderkrankheit?)

Impfschutz wurde kontrolliert

Um eine Ausbreitung des Masernvirus zu vermeiden, wurde außerdem auch das Gesundheitsamt zu Rate gezogen. Die Verantwortlichen riefen alle Familien auf, die Impfausweise ihrer Kinder vorzulegen. Kinder mit fehlendem oder unvollständigem Impfschutz wurde der Besuch öffentlicher Einrichtungen im Anschluss untersagt. Inwiefern der Schulbetrieb nach einem Masernfall wieder aufgenommen wird, dürfen die Schulen jedoch individuell entscheiden.
Erneut zeigt sich, dass Masern als gefährliche Kinderkrankheit nicht zu unterschätzen und noch nicht ausgerottet sind. Eltern sollten sich von ihrem behandelnden Kinderarzt genau informieren lassen und ihre Kinder rechtzeitig impfen lassen. Das ist nicht nur zu deren eigenem Schutz wichtig, sondern auch zum Schutz jüngerer Kinder und Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Und was tun, wenn das Kind Angst vor dem Impfen hat?