Masern Impfpflicht: Das ändert sich

Masern weiterhin auf dem Vormarsch

Zeitung zum Thema Gesundheit
Foto: © Zerbor

Die Masern greifen weiter um sich. Als Erkrankung, die durch Impfungen eigentlich in Schach gehalten und dementsprechend sogar ausgerottet werden könnte, profitiert der Virus von einer zunehmenden Impfmüdigkeit der Bevölkerung. An Schulen und Kindergärten kam es daher zu Ausbrüchen, die eigentlich vermeidbar gewiesen wären. Die nun beschlossene Impfpflicht will damit Schluss machen.

Wer muss sich impfen lassen?

Kinder, die in eine Betreuungseinrichtung oder Schule gehen möchten, müssen ab März 2020 einen vollständigen Masern Impfschutz vorweisen können. Kinder, die bereits eine solche Einrichtung besuchen und noch nicht geimpft sind, müssen ihren Schutz bis Ende Juli 2021 nachweisen können. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit Bußgeldern in Höhe von maximal 2500 Euro rechnen. Von der Pflicht betroffen sind außerdem auch Arbeitnehmer in Betreuungseinrichtungen, medizinischen Einrichtungen, Asylheimen und Tagesmütter.

Warum ist die Pflicht sinnvoll?

Eine Impfung gegen Masern schützt nicht nur den Impfling selbst. Noch viel wichtiger ist eine geimpfte Bevölkerung für all jene, die sich nicht impfen lassen können. Dies gilt für Babys bis zu einem Jahr und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können. Sie sind auf die sogenannte Herdenimmunität angewiesen. Kinder im Rahmen einer Pflicht impfen zu lassen, erscheint vielen Kritikern dennoch als zu starker Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit.
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