Mangelware Hebammen: Bonus wird in Bayern gut angenommen

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In Deutschland fehlen Hebammen. Familien, die ein Kind erwarten, wissen um dieses Problem und haben häufig Schwierigkeiten, eine passende Begleitung zu finden. Doch nicht nur die Nachsorge selbst steht auf dem Spiel, denn auch in Kliniken selbst müssen immer wieder Geburtsstationen geschlossen werden. Freiberuflichen Hebammen greift das Bundesland Bayern seit 2018 unter die Arme – mit Erfolg. Lesen Sie auch: Was machen Hebammen?

Der Hebammenbonus in Bayern

Am ersten September des vergangenen Jahres beschloss die Bayerische Landesregierung den Hebammenbonus. Beantragen konnten Hebammen ihn jedoch nicht nur für 2018, sondern rückwirkend für 2017. Das Konzept kommt gut an. So hatten bisher bereits 687 Hebammen einen Antrag gestellt, 562 für 2017 und 125 für 2018. Wird der Antrag bewilligt, erhalten Hebammen rund 1.000 Euro zusätzlich. Mit dieser Maßnahme will Bayern dafür sorgen, dass Geburtshelfer im Freistaat nicht zur Mangelware werden. Beantragt werden kann der Bonus für 2017 noch bis Ende März 2019. Wer einen Antrag für 2018 stellen will, hat bis Ende Juni Zeit.

Wer darf den Antrag stellen?

Der Zuschuss von 1.000 Euro jährlich steht allen freiberuflich tätigen Hebammen zu. Berechtigt sind jedoch nicht nur Hebammen, die ausschließlich selbständig arbeiten, sondern auch Angestellte mit einer nebenberuflichen Freiberuflichkeit. Bewilligt wird der Zuschuss dabei nur, wenn sowohl die Arbeitsstätte als auch der Wohnort der Hebamme in Bayern liegen. Darüber hinaus erhalten Hebammen auf dem Weg in die Selbständigkeit einen Zuschuss von rund 5.000 Euro.
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