„Long Covid“ – Auch Kinder und Jugendliche betroffen

Long Covid bei Kindern
Long Covid bei Kindern und Jugendlichen - Symbolbild: © Zerbor - stock.adobe. com

Das Coronavirus hält Menschen weltweit seit über einem Jahr in Atem. Während in den ersten Monaten vor allem der Schutz der älteren Generation im Vordergrund stand, wandelt sich das Geschehen derzeit. Je mehr Erkenntnisse rund um das Virus und seine Mutationen gewonnen werden, desto deutlicher zeigt sich: Auch jüngere Menschen können mit Folgen zu kämpfen haben.

Risiken: Milde Symptomatik weiter vorherrschend

Für Eltern beruhigend sein dürfte die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche auch mit dem Aufkommen der neuen Mutationen aus Brasilien, England und Südafrika offenbar keine bedeutend schwereren Krankheitsverläufe erleiden. Auf Intensivstationen sind mit Corona infizierte Kinder weiterhin selten, die meisten kurieren sich zu Hause aus oder haben gar keine Symptome.
Dennoch wird deutlich, dass Kinder in sehr seltenen Fällen nach der Infektion am PIMS-Syndrom erkranken können und dann auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Ausschläge, hohes Fieber und Schmerzen sind Anzeichen für das neuartige Entzündungs-Syndrom.

Long Covid ist unabhängig von der Schwere der Infektion

Abgesehen von milden Verläufen und dem vergleichsweise geringen Risiko für PIMS steht ein weiteres Risiko im Raum. Die Hinweise darauf, dass auch Kinder und Jugendliche sogenannte Long Covid Verläufe entwickeln können, verdichten sich. Bei Long Covid halten die Symptome der Infektion entweder besonders lange an oder sie kehren einige Monate nach der Infektion zurück.
Mögliche Symptome sind starke Erschöpfung, Konzentrationsbeschwerden, Kopfschmerzen und Atembeschwerden. Kinder dürften weiterhin deutlich seltener betroffen sein als Erwachsene. Es offenbart sich jedoch die Tatsache, dass Infektionen trotz milder Verläufe bei jungen Menschen ebenfalls vermieden werden sollten. Wann eine Impfung für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren bereitstehen wird, ist indes unklar. Erste Studienergebnisse aber weisen darauf hin, dass auch hier eine wirksame Option zu erwarten ist.
Doch was tun, wenn das Kind Angst vor dem Impfen hat?

Bitte beachten Sie: Wir geben hier nur allgemeine Hinweise! Für Fragen wenden Sie sich bitte immer an einen Arzt Ihres Vertrauens!