Kreidezähne: Fehlbildung bei Kindern auf dem Vormarsch

Kreidezähne erkennen

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Zahnhygiene, das ist Eltern längst bewusst, beginnt schon lange vor dem ersten Milchzahn. Eine solide Pflege schützt nicht nur die Milchzähne, sondern auch die bleibenden Zähne vor Karies. Immer öfter jedoch bemerken Eltern bei den bleibenden Zähnen ihrer Kinder seltsame Verfärbungen. Fleckige Oberflächen mit weißlichen und teilweise auch rauen Stellen entsprechen dem Bild der sogenannten Kreidezähne. Eine Fehlbildung, die häufiger vorkommt als angenommen. Lesen Sie auch: Zahnputzrituale für Kinder

Viele Kinder sind betroffen

Die Deutsche Mundgesundheitsstudie zeigt: Etwa ein Drittel aller Kinder leiden unter Kreidezähnen. Das Krankheitsbild selbst bezeichnen Zahnmediziner als „Molare-Inzisive-Hypomineralisation“, kurz MIH. Bei dieser Erkrankung ist die Mineralisation des Zahnschmelzes gestört, was zu porösen und hellen Flecken führt. Viele Kinder, die unter Kreidezähnen leiden, klagen außerdem auch über verstärktes Schmerzempfinden an den Zähnen, was sowohl beim täglichen Putzen als auch beim Essen zu Problemen führen kann. Meist betroffen von dieser Störung sind die bleibenden Zähne. Sie entwickelt sich schon vor dem Durchbrechen und wird daher erst während des Zahnwechsels erkannt. Lesen Sie auch: Was bringt die Zahnfee?

Was Eltern tun können

Eines der Hauptprobleme bei MIH ist, dass selbst Mediziner noch nicht genau über die Ursachen informiert sind. Es könnte sein, dass Bisphenol A, ein Weichmacher, das Risiko für die Entstehung von Kreidezähnen steigert, weswegen Kinder von Beginn an nicht aus Flaschen trinken sollten, die diesen Weichmacher enthalten. Darüber hinaus könnten auch genetische Voraussetzungen Kreidezähne begünstigen. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere des Krankheitsbildes. Teilweise genügt es, eine zusätzliche Versiegelung zu schaffen. Ist das nicht ausreichend, müssen Füllungen eingesetzt oder stark befallene Zähne sogar gezogen und ersetzt werden. Eltern, die Verfärbungen an den Zähnen ihrer Kinder bemerken, sollten daher in jedem Fall zügig einen Zahnarzt aufsuchen. Mit dem Kind zum Zahnarzt

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