Kita-Navigator: Plattform soll Eltern in der Hauptstadt helfen

Kitaplatz finden in Berlin

Zimmer in einer Kita
Foto: © Kot63

Einen Platz in einer Berliner Kindertagesstätte zu ergattern, ist kein leichtes Unterfangen. Auch in diesem Jahr mussten sich viele Eltern mit langen Wartezeiten und im Zweifelsfall weiten Wegen zu aufnahmebereiten Tagesstätten befassen. Etwas Klarheit schaffen soll nun der Kita-Navigator. Hierbei handelt es sich um eine besondere Plattform, die die Bildungsverwaltung der Hauptstadt ins Leben gerufen hat.

Online nach Plätzen suchen

Die Online-Plattform Kita-Navigator steht Eltern aus Berlin zur Verfügung. Sie können sich mit Hilfe der Suchfunktion über freie Plätze und Details rund um Leistungen in Kitas informieren. Hier soll es beispielsweise möglich sein, besondere Aspekte der Betreuung wie beispielsweise die Öffnungszeiten, pädagogische Konzepte oder auch die Altersstruktur zu betrachten und dann eine Anfrage an die Einrichtung zu schicken. Dank Standortsuche werden Eltern vor allem jene Kitas angezeigt, die sich in der Nähe ihres Zuhauses befinden.

Teurer Service ruft Kritiker auf den Plan

Natürlich erhöht sich die Anzahl der freien Betreuungsplätze durch die neue Online-Plattform nicht. Dass die Entwicklung zudem rund 500.000 Euro gekostet haben soll, verärgert viele Eltern und Kritiker. Sie hätten es begrüßt, wenn die investierten Gelder in den Ausbau der Betreuung vor Ort geflossen wären. Die Verantwortlichen halten jedoch an der Sinnhaftigkeit des Kita Navigators fest. Die Plattform soll für schnellere und leichtere Bearbeitung sorgen und das Personal in Tagesstätten entlasten.
Eine Alternative zur Kita ist für viele die Tagesmutter. Sie betreut nur wenige Kinder. Die Kosten sind oft ähnlich hoch wie in den Kitas.
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