Unverschämt? Kinderverbot in Rügener Restaurant

Zeitung mit Nachrichten Foto: © Zerbor

Über die Existenz spezieller Erwachsenenhotels wird schon lange nicht mehr diskutiert. Auch Eltern mit Kinder haben Verständnis dafür, wenn Urlauber ganz bewusst eine Reise ohne Kinderlärm verbringen möchten. Kommt das Kinderverbot jedoch plötzlich und unerwartet, sieht das offenbar anders aus. So sorgte ein Restaurant in Binz auf Rügen nun für Furore.

Keine Kinder in „Oma’s Küche“

Gänzlich verboten ist es nicht, mit Kindern im Restaurant „Oma’s Küche“ einzukehren. Tagsüber nämlich gilt das Kinderverbot nicht. Abends aber ist nun klar: wer unter 14 Jahre alt ist, darf hier nicht mehr zum Essen kommen. Der Betreiber des Restaurants begründet seine Entscheidung damit, dass es häufig zu Belästigungen durch Kinder kam, die Gästen an Nebentischen störten und dabei von ihren Eltern nicht ausreichend beaufsichtigt wurden. Somit, das betont der Betreiber, richtet sich das Kinderverbot vor allem gegen Eltern, die nicht ausreichend eingreifen – nicht aber gegen Kinder per se.

Geteilte Meinungen

Klar ist, dass sich nun viele Eltern, die ihren Urlaub mit dem Nachwuchs auf Rügen verbringen, diskriminiert fühlen. Sie können das Kinderverbot nicht verstehen und äußern sich vor allem in sozialen Netzwerken entrüstet. Vor Ort aber scheint die Lage entspannter zu sein. Gäste freuen sich über mehr Ruhe beim Abendessen, weswegen sich das Restaurant nicht über einen schwächeren Zulauf ärgern muss. Für Eltern, die sich nun dennoch ärgern, gibt es glücklicherweise genügend andere Restaurants, die auch am Abend Kinder willkommen heißen. Dass vor dem Restaurantbesuch einige Regeln aufgestellt werden müssen, ist dennoch richtig. So erleben auch Eltern selbst eine entspanntere Zeit mit ihren Kindern.

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