Kindergeld: Für arme Familien nicht genug

Gibt es bald eine Kindergeld Reform?

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Das Kindergeld gehört zu jenen Leistungen in Deutschland, die konkret zur Unterstützung von Familien gezahlt werden. Wie immer mehr Experten jedoch berichten, kommt diese so wichtige Hilfe gerade bei den Bedürftigsten nicht an. Die Gründe hierfür scheinen vielfältig, lassen jedoch eine Reform von Berechnungsgrundlagen sinnvoll erscheinen.

Leistung schmälert weitere Hilfen

Über eine Million Familien in der Bundesrepublik profitieren nicht vom Kindergeld. Das liegt daran, dass die Einkünfte aus dieser Leistung sowohl im Bereich der Grundsicherung als auch der Sozialhilfe für eine Minderung der Ansprüche sorgen. Das finanzielle Ausmaß zeigt sich in der Antwort des Bundessozialministerium auf eine Anfrage der Linken. So wurden im vergangenen Jahr etwa 4,7 Milliarden Euro weniger Hartz IV ausgezahlt, 1,06 Millionen Familien mit Hartz IV Bezug waren betroffen. Durchschnittlich kam es zu einer Verrechnung von 368 Euro pro Monat. Lesen Sie auch: Wo Kindergeld beantragen?

Politiker fordern mehr Gerechtigkeit

Dass das Kindergeld gerade bei den ärmsten Familien in Deutschland kaum einen Effekt mit sich bringt, sorgt für große Kritik seitens vieler Politiker. Regelsätze für Kinder, so einige Experten, müssten neu berechnet werden und seien aktuell deutlich zu gering. Die Vorteile, die gutverdienende Familien mit dem Kinderfreibetrag genießen, wiegen weitaus schwerer. Dies sorgt für eine Ungerechtigkeit, deren Ende immer öfter gefordert wird. Es gibt zwar für Geringverdiener einen Kinderzuschlag, aber dieser hilft oft auch nicht viel.