Schulanfangszeit: Wenn Kinder von Fremden angesprochen werden

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In einigen Regionen Deutschlands herrscht aktuell Aufregung. Sowohl in Hessen als auch rund um Koblenz, Saarbrücken und Essen berichteten Eltern davon, dass Fremde ihre Kinder angesprochen hatten. Oft wurden die Kinder dabei dazu aufgefordert, in ein Auto zu steigen. Gerade Eltern junger Kinder, die in diesen Tagen erste Erfahrungen auf dem Schulweg sammeln, sind nun verunsichert. Sie sollten mit ihren Kindern über richtiges Verhalten sprechen. (Lesen Sie auch: Sicherer Schulweg für Schulanfänger)

Ignorieren und schnell das Weite suchen

Spricht eine fremde Person ein Kind an, sollte dieses sich keinesfalls auf ein Gespräch einlassen. Besser ist es, den oder die Fremde/n zu ignorieren und zügig weiterzugehen. In der Regel genügt das, um die Situation zu klären, denn zu Verfolgungen kam es laut Polizei bisher nicht. Sollten sich Kinder jedoch bedrängt fühlen, ist es nur richtig, lautstark auf die Situation aufmerksam zu machen. Kinder sollten dann am besten „Feuer“ statt „Hilfe“ rufen, da das für gewöhnlich mehr Menschen alarmiert.

Zuhause angekommen ist es entscheidend, dass Kinder ihren Eltern von dem Vorkommnis berichten und die fremde Person so genau wie möglich beschreiben. Bei der Polizei können Familien dann konkrete Angaben machen, die die Ermittlungen erleichtern.

Nicht alleine laufen

Da Fremde ganz besonders Kinder ansprechen, die ohne Freunde unterwegs sind, lohnt sich das Bilden von Laufgruppen. Gemeinsam mit Schulkameraden zur Schule zu gehen, bietet einen besseren Schutz. Auch sogenannte Lauf-Busse bieten sich an. Hier wechseln sich Elternteile mit der Begleitung von Kindergruppen ab und bringen diese sicher zur Schule und wieder nach Hause. In jedem Fall aber ist es wichtig, auch im Falle einer Warnung Ruhe zu bewahren und nur offiziellen Meldungen Glauben zu schenken. In sozialen Netzwerken nämlich verbreitet sich häufig ungerechtfertigte Panik.
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