Zu wenig Bewegung: Kinder- und Jugendsportbericht zieht Bilanz

Wieviel Bewegung ist gut für Kinder?

Kinder spielen Fußball
Foto: © maranso - stock.adobe. com

Meldungen wie diese sind immer wieder Teil der Medienlandschaft, und doch scheint sich über die Jahre hinweg nicht viel am Grundproblem zu ändern. Kinder in Deutschland leiden häufig und oft unerkannt an einem Bewegungsmangel. Zu diesem Schluss kommen auch Experten der Deutschen Sporthochschule in Köln in ihrem Kinder- und Jugendsportbericht.

Viele Kinder bewegen sich deutlich zu wenig

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt für Kinder ein tägliches Mindestpensum an Bewegung: Wenigstens 45 Minuten sollten sich Kinder und Jugendliche aktiv bewegen, besser noch eine ganze Stunde lang. Ob Radfahren, Fußball spielen, Schwimmen oder Turnen: Viele Aktivitäten eignen sich, um dieses Pensum zu erfüllen. In der Realität allerdings schaffen es nur sehr wenige Kinder als auch Jugendliche, den Mindestwert zu erreichen. Christoph Breuer, Sportsoziologe und Leiter bei der Erstellung des Kinder- und Jugendsportberichts, merkt vor allem an, dass weibliche Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund sich immer weniger bewegen.

Die Gründe sind vielfältig: Lösungen auch

Über die Ursachen des um sich greifenden Bewegungsmangels bei Kindern und Jugendlichen wird heiß diskutiert. Einige Experten sehen vor allem in der voranschreitenden Digitalisierung mit Smartphone, PC, Tablet und Konsole ein Problem. Wieder andere halten ein multifaktorielles Geschehen, bei dem mehrere Aspekte eine Rolle spielen, für wahrscheinlicher. Wichtig ist darüber hinaus nicht, warum sich zu wenig bewegt wird, sondern wie es geändert werden kann. Hier sprechen sich Experten nicht nur für mehr Bewegung in der Freizeit, sondern auch im Rahmen des Schulunterrichts aus. Auch Matheaufgaben oder Deutschübungen könnten durchaus mit Bewegungsspielen verknüpft werden, um dem Bedürfnis des Körpers nach Ertüchtigung gerecht zu werden.
Erfahren Sie bei uns auch was man tun kann, wenn Kinder keinen Sport machen wollen.