Kinder fahren mit: Rauchverbot in Autos gefordert

Rauchen am Steuer erlaubt?

Familie im Auto
Foto: © altanaka

Dass Passivrauchen gefährlich ist, ist kein Geheimnis. Insbesondere Kinder und Partner von Rauchern leiden daher nicht nur unter dem unangenehmen Geruch, sondern auch gesundheitlich. So kann das Risiko für Krebserkrankungen insbesondere bei Passivrauchern deutlich steigen, da sie die Atemluft für gewöhnlich noch tiefer inhalieren. Deutsche Kinderschützer und Ärzte fordern daher nun ein Rauchverbot in Autos, in denen Kinder an Bord sind. (Lesen Sie auch: Warum Jugendliche rauchen)

Rauchen am Steuer – Offener Aufruf an die Bundesregierung

Gemeinsame Sache machen in diesem Thema der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte und das Deutsche Kinderhilfswerk. Beide Organisationen fordern die gesetzliche Verankerung eines Rauchverbot in Autos mit Kindern und Jugendlichen an Bord. Geändert werden soll im Konkreten die Straßenverkehrsordnung, wobei Rauchen am Steuer künftig bestraft werden soll, vor allem, wenn der Fahrer junge Beifahrer dem Zigarettenrauch aussetzt. Die Verantwortlichen argumentieren damit, dass andere europäische Länder ein solches Verbot längst durchgesetzt haben und dass etwa eine Million Kinder in Deutschland vor Passivrauch geschützt werden müssen. (Lesen Sie auch: Rauchen in der Schwangerschaft)

Belastung vor allem im Auto hoch

Untermauert wird die Forderung durch Messungen des Deutschen Krebsforschungszentrums. Hier zeigte sich, dass vor allem in PKW die Belastung durch Zigarettenrauch auf hohem Niveau liegt. Kleine Innenräume lassen sich auch mit leicht heruntergelassenen Fenstern nicht ausreichend belüften. In der Luft eines Autos befinden sich den Messungen zu Folge etwa fünfmal so viele Giftstoffe wie in einer Raucherbar. Schon bei einer Befragung im Rahmen des Gesundheitsmonitors 2014 wurde deutlich, dass ganze 87 Prozent der Befragten ein derartiges Verbot wünschen.

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