Kinder sollten an Ramadan nicht fasten

Zeitung zum Thema Gesundheit

Schon am 16. Mai hat der Fastenmonat „Ramadan“ begonnen. Gläubige Muslime in aller Welt halten sich nun 29 Tage lang an strenge Regeln und dürfen nur nach Sonnenuntergang essen und trinken. Was einem Erwachsenen nicht unbedingt schadet, kann sich jedoch negativ auf die kindliche Gesundheit auswirken. Kinderärzte empfehlen daher, Kinder nicht fasten zu lassen.

Die möglichen Auswirkungen des Fastens

Für gewöhnlich müssen Kinder während des Fastenmonats nicht entsprechend der geltenden Regeln leben. Erst mit dem Beginn der Pubertät ändert sich das. Es kommt allerdings vor, dass auch Kinder vor der Pubertät von ihren Familien dazu aufgefordert werden, den Ramadan so ernst wie nur möglich zu nehmen und zu fasten. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte aber warnt hiervor, denn gerade Flüssigkeitsmangel kann sich negativ auf den Gesundheitszustand der Kinder auswirken. Kreislaufbeschwerden, Unkonzentriertheit sowie Kopfschmerzen sind mögliche Folgen.

Regelmäßige Mahlzeiten sind wichtig

Kinder, die sich noch im Wachstum befinden, sind auf eine ausreichende Nährstoffversorgung angewiesen. Diese allerdings kann während des Ramadan nur schwer bis gar nicht ermöglicht werden, da selbst das Essen am späten Abend den Bedarf nicht vollständig deckt. Kinder muslimischer Eltern sollten daher in jedem Fall täglich mehrere Mahlzeiten zu sich nehmen und ausgewogen ernährt werden. Wer dem Fastenmonat dennoch Rechnung tragen möchte, motiviert seine Kinder dazu, in den kommenden Wochen auf Süßigkeiten zu verzichten.

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Foto: © Zerbor