Studie: Kinder machen erst später im Leben glücklich

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Kinder zu bekommen, gilt als besonderes Lebensziel, das das Glück eines Paares überhaupt erst komplett macht. Glaubt man einer neuen Studie aus Heidelberg, ist das jedoch nur die halbe Wahrheit, denn solange Kinder im Haushalt ihrer Eltern leben, scheinen sie sich negativ auf die Zufriedenheit ihrer Eltern auszuwirken. Aber was genau steckt hinter dieser Studie?

Kinder können soziales Netz bilden

Wie Christoph Becker und seine Kollegen an der Universität Heidelberg herausfanden, hängt das Glück eines Menschen im Alter davon ab, wie es um sein soziales Netzwerk bestellt ist. So sind Menschen mit stabilen Kontakten glücklicher als jene, die oft in Einsamkeit leben. Hier kommen die erwachsenen Kinder ins Spiel: Sind sie einmal ausgezogen, stellen sie einen nicht unwichtigen Teil des sozialen Netzes dar, das im Alter vor negativen Gefühlen schützen kann.

Ein Blick auf ältere Studien

Zusätzlich interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Studien aus früherer Zeit zeigten, inwiefern sich Kinder im Haushalt ihrer Eltern auf deren Wohlbefinden auswirken. Hier zeigte sich, dass Paare ohne Kinder im Schnitt glücklicher waren als Eltern und dass das subjektiv empfundene Wohlbefinden auch dann noch sinken kann, wenn erwachsene Kinder wieder zuhause einziehen. Dennoch gilt es, Lebenszufriedenheit nicht nur von Kindern abhängig zu machen. Viel wichtiger ist es, trotz der Elternrolle weiterhin etwas für sich selbst zu tun und nicht in die Selbstaufgabe-Falle zu tappen.
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