Kinder demonstrieren gegen Smartphones

Kinder gegen Smartphonesucht der Eltern

Zeitung mit Nachrichten
Foto: © Zerbor

Die Allgegenwärtigkeit des Smartphones im Familienalltag ist für viele Kinder ein Problem. Eltern, die sich dieser Tatsache häufig nicht bewusst sind, bekamen dies in der vergangenen Woche deutlich zu spüren. Ein Siebenjähriger nämlich rief in Eppendorf zur Demo auf – und holte knapp 150 Demonstranten auf die Straße.

Zu viel Handy, zu wenig Aufmerksamkeit

„Wir sind hier, wir sind laut, weil Ihr in Eure Handys schaut!“, schallte es letzte Woche in Hamburg-Eppendorf durch die Straßen. Der siebenjährige Emil nämlich hatte die Nase gehörig voll von der ständigen Smartphone-Nutzung Erwachsener. Kurzerhand stellte er eine kleine Demonstration auf die Beine, an der sich sowohl Erwachsene als auch Kinder beteiligten. Die allgemeine Forderung: Erwachsene sollen künftig weniger Zeit mit dem Handy verbringen und sich ihren Kindern aufmerksamer widmen.

Ein wichtiges Signal

Dass sich mehr als 150 Menschen an Emils Demonstrations-Zug zwischen Karolinenviertel und Lindenpark beteiligten, unterstreicht die Wichtigkeit seines Anliegens. Viele Kinder nämlich leiden unter der Abwesenheit ihrer Eltern, wenn das Smartphone ständig zugegen ist. Auch die teilnehmenden Erwachsenen bildeten hiervon keine Ausnahme und äußerten sich betroffen. Emils Forderung dürfte also in einigen Köpfen tatsächlich ein Umdenken angestoßen haben. Wie effektiv sich dieses halten wird, bleibt abzuwarten. Emils Vater aber scheint verstanden zu haben, um was es geht. Er unterstützte seinen Sohn tatkräftig bei der Planung und Umsetzung der Kinder-Demo.

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