Fridays for Future: Wenn die eigenen Kinder demonstrieren wollen

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Die junge Schwedin Greta Thunberg macht es vor: Schon seit geraumer Zeit demonstriert sie jeden Freitag für einen besseren Klimaschutz und schwänzt dafür die Schule. Der Streik erweckte schnell die Aufmerksamkeit zahlreicher Medien, weswegen sich auch Kinder und Jugendliche in Deutschland ein Beispiel an der jungen Aktivistin nehmen wollen. Mit Fridays for Future entstand eine Bewegung, die zu Demonstrationen aufruft. Das Problem: Die Demos finden während der Schulzeit statt.

Unentschuldigter Fehltag oder politische Bildung?

Möchte das eigene Kind an einer solchen Demonstration teilnehmen, sind Eltern hin- und hergerissen. Einerseits ist es löblich, wenn Kinder gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und sich zu wichtigen Themen öffentlich äußern möchten. Andererseits muss für die Teilnahme an einer solchen Demo meist das Schulgesetz missachtet werden. Wer nicht am Unterricht teilnimmt, kommt seiner Schulpflicht nicht nach. Im schlimmsten Fall bringt das unentschuldigte Fehltage, Verwarnungen oder sogar Schulverweise mit sich.

Alternative Konzepte könnten sinnvoll sein

Es ist daher richtig, wenn Eltern das Schwänzen nicht unterstützen. Da es sich beim Klimaschutz jedoch um ein wichtiges Thema handelt, sollten die eigenen Kinder dennoch demonstrieren dürfen. Möglich gemacht werden kann das beispielsweise durch Absprachen mit der jeweiligen Schule. Denkbar ist es zum Beispiel, einen gemeinsamen Ausflug zu Demonstrationen zu planen und diesen als politische Bildung zu deklarieren. Davon abgesehen gibt es inzwischen auch die Option, an Demonstrationen abseits der Schulzeit teilzunehmen. In Garmisch-Partenkirchen beispielsweise gehen Schüler erst nach Schulschluss auf die Straße.

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