Impfpflicht für Kinder – Italien macht ernst

Kind bekommt nach der Impfung ein Pflaster
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Immer wieder prallen die Meinungen sogenannter Impfbefürworter und Impfgegner aufeinander. Während die Befürworter sich der Wichtigkeit von Impfungen bewusst sind und ihren Kindern einen Schutz entsprechend der geltenden Empfehlungen zukommen lassen, sehen Impfgegner in den Spritzen und Präparaten ein unnötiges Gesundheitsrisiko. Dass der Verzicht auf Impfungen jedoch große Probleme nach sich ziehen kann, hat nun auch Italien bemerkt. Hier gilt nun für alle Familien eine Impfpflicht. Mehr zum Thema Impfung für Kinder

Verweigerung wird bestraft

Der Grund für die Entscheidung der italienischen Regierung ist der Ausbruch einer Masernepidemie. So verzeichnete Italien zwischen Januar und Mai 2017 insgesamt 2935 Masernfälle und somit deutlich mehr als noch im Vorjahr. 2016 wurde gerade einmal 860 Erkrankungsfälle gemeldet. Dass 89 Prozent der Betroffenen ungeimpft waren, lässt nun die Impfpflicht auf den Plan treten. Sie gilt für insgesamt zwölf Krankheiten und verpflichtet Eltern dazu, ihre Kinder entsprechend schützen zu lassen. Wer sich dennoch weigert, muss mit Konsequenzen rechnen.

Mögliche Folgen fehlender Impfungen

Nicht nur die Gefahr einer Erkrankung ist bei fehlenden Impfungen nun gegeben. Auch müssen Eltern in Italien jetzt damit rechnen, für ihre ungeimpften Kinder keine Betreuungsplätze mehr zu bekommen. Die Impfpflicht gilt unter anderem für die Krankheiten:

Während Eltern von Kindern unter sechs Jahren ein Problem mit der Kinderbetreuung bekommen, müssen Familien mit ungeimpften Schulkindern hohe Geldstrafen zahlen. Indes bleibt das Thema Impfen auch in Deutschland ein heißes Eisen. Auch wenn es hierzulande noch kein verpflichtendes Gesetz gibt, ist eine derartige Regelung schon häufiger Thema offizieller Diskussionen gewesen. Ob es für die Umsetzung erst einer Epidemie wie der in Italien bedarf, bleibt währenddessen abzuwarten.

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