Homeschooling: Wenn Digitalisierung zur Pflicht wird

Probleme beim Lernen zuhause während der Coronakrise

Mädchen surft im Internet
Foto: © patrick

Schulschließungen während der Coronavirus Pandemie sind in allen deutschen Bundesländern längst Normalität. Bis nach Ostern wird das vorläufig so bleiben, eine Verlängerung der Maßnahme ist nicht ausgeschlossen. Viele Eltern müssen sich daher aktuell mit ihren Kindern zu Hause aufhalten und dafür sorgen, dass der Schulstoff weiterhin durchgearbeitet wird. Nicht ganz leicht, denn Defizite aus vergangener Prokrastination fallen nun umso deutlicher auf.

Vielen Schulen fehlt digitales Know-How

Homeschooling funktioniert in der heutigen Zeit mit digitalen Hilfsmitteln sehr gut. Viele Eltern berichten in sozialen Netzwerken von erfolgreichen Maßnahmen, bei denen sich Lehrer sogar als YouTube Stars betätigen und Lehrvideos drehen. Der Wille, digitale Wege zu beschreiten, ist jedoch nicht überall gleich stark. (Mehr über Digitales Lernen für Kinder) Mancherorts müssen sich Eltern und Kinder mit dem Nötigsten begnügen und den Unterricht weitestgehend selbst gestalten. Nicht für jede Familie ist das leicht, denn unterschiedliche Bildungsgrade, der Vollzeit-Job und mögliche Geschwister können zu großen Hürden werden.
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Digitalisierung ohne Bandbreite

Nicht nur die Bereitschaft für Digitalisierung des Unterrichts ist wichtig, wenn es um die Bewältigung der momentanen Situation geht. In vielen Schulen ist es nicht das Kollegium, das auf die Bremse tritt, sondern vielmehr die Infrastruktur. Brechen Server unter der Last angemeldeter Schüler zusammen behindert dies den Heimunterricht erheblich. Schließlich müssen Materialien heruntergeladen und Recherchen erledigt werden. Schulen lernen durch Corona aktuell, dass in Sachen Digitalisierung viele Hausaufgaben nicht gemacht wurden. Zu hoffen bleibt, dass die Krise für schnelles Nachholen sorgt. Lesen Sie auch: Medienerziehung in der Familie