Grippesaison 2020: Kinderärzte raten zur Impfung

Grippeimpfung für Kinder

Zeitung zum Thema Gesundheit
Foto: © Zerbor

Inmitten der Corona Pandemie haben auch andere Krankheitserreger keinen Urlaub. Zum Ende des Sommers beginnen Kinderärzte in Deutschland daher damit, Eltern über die bevorstehende Grippezeit aufzuklären. Influenzaviren lösen in Deutschland etwa zwischen Dezember und März eine Grippewelle aus. Zu erwarten ist dies auch im kommenden Winter. Damit Corona und Grippe nicht zusammenfallen, empfehlen auch Kinderärzte nun die Impfung gegen Influenza.

Impfquoten bei Grippe dürftig

Die Grippe ist eine Erkrankung, an die sich viele Menschen bereits gewöhnt haben. Das allerdings macht die Viren unterschiedlicher Stämme nicht zwangsläufig zu harmlosen Vertretern. Auch Influenza kann schwere Verläufe nehmen und die Anzahl der Arztbesuche sowie Krankenhauseinweisungen erhöhen. Die Gewöhnung an die Existenz der Grippe scheint jedoch eine gewisse Impfmüdigkeit auszulösen. Daher ist in Deutschland nur etwa ein Zehntel der Bevölkerung geimpft. Um die Grippewelle deutlich abzufedern und somit das Gesundheitssystem in der Pandemie zu entlasten, braucht es jedoch höhere Quoten.

Grippe und Kinder: Nicht immer unkompliziert

Für gewöhnlich ist das kindliche Immunsystem gut geübt darin, sich an neue Erreger anzupassen und gegen Bedrohungen zu wehren. Für Erkältungserreger vieler Arten gilt das zweifellos. (Lesen Sie auch: Erkältung bei Kindern) Bei Influenza ist es jedoch so, dass viele Kinder während der Erkrankung ebenfalls stationär in Kliniken aufgenommen werden müssen und mitunter Sauerstoff benötigen. Dies berichtete der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie gegenüber der „Welt am Sonntag“. Aus diesem Grund empfehlen Kinderärzte Eltern nun, ihre Kinder gegen Influenza impfen zu lassen. Konkrete Informationen erhalten sie wie gewohnt bei ihrem behandelnden Arzt. Mehr zum Thema Impfungen für Kinder