Fußball-EM 2016 – Wie viel Fansein ist für Kinder gut?

Mit Kindern die Spiele der Fußball-EM 2016 schauen

Fussball Fans mit Fahnen
Foto: © pixelliebe

Am 10. Juni war es endlich soweit: Die französische und die rumänische Nationalmannschaft standen sich im Eröffnungsspiel der diesjährigen Fußball EM im Stade de France gegenüber. Auch für Kinder ist die EM ein aufregendes Erlebnis. Sie fiebern gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft, tragen Fanshirts, Schals und und kennen die wichtigsten Fußballhymnen. Viele Eltern fragen sich jedoch, bis zu welchem Grad die Euphorie rund um den Fußball noch in Ordnung ist und ab wann Kinder besser etwas gebremst werden sollten. (Fußball für Kinder)

Die Uhrzeit im Blick behalten

Viele Spiele der diesjährigen EM starten erst um 21 Uhr abends. Nach dem Schlusspfiff ist es daher mit 22:45 Uhr bereits recht spät. Eltern sollten sich daher gründlich überlegen, ob sie ihrem Kind das Schauen der EM-Spiele zu so später Stunde erlauben. Auch wenn manche Schulen in Anbetracht der späten Anpfiffzeit den Start des Schultages nach hinten verschieben, ist spätes Zubettgehen für den gesamten Biorhythmus ein Problem. Sensible Kinder, die während der EM ausnahmsweise spät ins Bett gehen, sind daher unter Umständen noch Tage später müde, gereizt und unkonzentriert. Ein gesunder Kompromiss, den Eltern mit Schulkindern eingehen können, ist das Schauen der ersten Halbzeit. Bis zu diesem Zeitpunkt haben Kinder das EM-Fieber miterleben können und gehen etwas bereitwilliger zu Bett. (Schlafenszeiten für Kinder)

Rivalität zwischen Kindern

Entlädt sich die euphorische EM-Stimmung auf dem Schulhof oder auch im Kindergarten, indem sich Kinder aggressiv und respektlos verhalten, sollten Eltern unbedingt eingreifen. Auch wenn eine gewisse Verbundenheit mit der eigenen Mannschaft gut und richtig ist, so sollten Kinder, die die türkische, englische oder auch rumänische Mannschaft unterstützen nicht ausgegrenzt werden. Eltern können während dieser Tage viel für das kulturelle Verständnis ihrer Kinder tun und deren Toleranz fördern, indem sie immer wieder das Gespräch suchen. Dann ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn schon die Kleinsten mutig die Fahnen schwingen und sich über Tore und Siege freuen.

Eltern deren Kinder in diesem oder im nächsten Jahr eingeschult werden sollen, können sich bei uns auch über die Zurückstellung der Einschulung informieren.

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