Film Elternschule: Nominierung löst Protestwelle aus

Zeitung mit Nachrichten
Foto: © Zerbor

Bereits nach seinem Erscheinen im Jahr 2018 sorgte der Film „Elternschule“ für heftige Debatten rund um das Thema Kindererziehung und die damit verbundenen Maßnahmen sowie Methoden. Viele Eltern und Experten sprachen sich in aller Deutlichkeit gegen das aus, was in der Dokumentation als gangbare Option dargestellt wurde. Dass der Film nun für den Grimme-Preis nominiert ist, sorgt für Empörung.

Mit Hashtags gegen die Preisverleihung

Vor allen Dingen in Social Media ist zu spüren, dass zahllose Menschen nicht mit der Nominierung des Dokumentationsfilms für den Grimme-Preis einverstanden sind. Die Hashtags #keinepreisefürgewalt und #keinpreisfürgewalt werden bei Instagram und auch Facebook äußerst bereitwillig verwendet, es finden sich etliche Meinungen und vor allem Stimmen gegen die Nominierung. Von Gewalt gegenüber Kindern und Machtmissbrauch ist dabei die Rede.

Was in „Elternschule“ zu sehen ist

Die Dokumentation befasst sich mit dem Alltag in einer Gelsenkirchener Kinderklinik, an die sich Eltern bei Problemen mit ihren Kindern wenden. Zu sehen sind dabei unter anderem heftige Trennungssituationen, in denen Kinder und Eltern einander entrissen werden und deutlich sichtbar leiden. Aber auch Nahrungsaufnahme unter Zwang wird gezeigt. Für Eltern und Experten sind das schlimme Bilder. Kein Wunder, dass sich auch der Deutsche Kinderschutzbund offen gegen „Elternschule“ ausgesprochen hat. Ob die Nominierung nun noch vor der Preisverleihung Ende März zurückgenommen wird, ist dennoch unklar.