Eltergeldreform geplant: Mehr Geld für Frühcheneltern

Das Wort Baby
Foto: © Sandra Thiele

Bislang gilt beim Elterngeld: Alle frischgebackenen Familien erhalten die gleichen Grundbedingungen. Das Elterngeld wird dabei in Abhängigkeit vom durchschnittlichen Einkommen des vergangenen Jahres berechnet und es ergeben sich mögliche Anpassungen durch Geschwister oder Partnermonate. Nun soll sich das jedoch ändern, um das System noch gerechter zu gestalten.

Spitzenverdiener könnten das Nachsehen haben

Wer ein Frühchen zur Welt bringt, könnte nach der Elterngeldreform einen Monat länger bezugsberechtigt sein. Unter Frühchen verstehen die Verantwortlichen Kinder, die wenigstens sechs Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin zur Welt kommen. Für Spitzenverdiener gilt künftig: Ab einem Jahreseinkommen von 300.000 Euro könnte es in Zukunft kein Elterngeld mehr geben. Ihnen traut das Familienministerium die eigenständige Finanzierung der Babyzeit zu.

Weitere Anpassungen stehen im Raum

Auch ändern sich die Bedingungen in Bezug auf die Arbeitszeit und die Partnerschaftsboni. Wer während des Elterngeldbezuges arbeiten geht, dürfte dann statt dreißig 32 Stunden arbeiten, ohne mit Nachteilen rechnen zu müssen. Ebenfalls geplant ist eine Lockerung der Voraussetzungen im Bereich des Partnerschaftsbonus. Mit all diesen Neuerungen möchten die Verantwortlichen einen verstärkten Fokus auf Partnerschaftlichkeit legen, wie dies aktuell auch in Finnland geschieht. In Kraft treten dürfte die Elterngeldreform erst 2021, für derzeit Schwangere ändert sich folglich noch nichts.
Denken Sie auch daran das Kindergeld rechtzeitig zu beantragen!