Studie: Dreijährige sind am aggressivsten

Aggressivität bei Kindern

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Dass Kinder in einem bestimmten Alter häufiger trotzig sind und sich gegen die Grenzen der Eltern auflehnen, ist nicht neu. Doch auch im Verhalten anderen Kindern gegenüber zeigt sich bisweilen eine ungewohnte Aggressivität, die Eltern Sorge bereitet. Forscher haben sich hiermit nun beschäftigt und berichten: Vor allem bei Dreijährigen liegt das Aggressionspotenzial auf hohem Niveau.

Frühkindliche Aggressivität ist normal

Aggressives Verhalten, wenngleich es auf Außenstehende irritierend wirken kann, ist im Kindesalter zunächst nicht ungewöhnlich. An der Universität in Montreal beschrieben Forscher, dass sich das Aggressionspotenzial von der Geburt an steigert, bis es mit rund dreieinhalb Jahren seinen Höhepunkt erreicht. Ab diesem Zeitpunkt sinkt es und ist im Grundschulalter auf niedriges Niveau gefallen. Was Richard Tremblay und seine Forschergruppe jedoch umtreibt, ist die Tatsache, dass dies nicht bei allen Kindern funktioniert. Manche zeigen auch im späteren Leben noch einen Hang zu aggressivem Verhalten. Lesen Sie auch: Wenn Kinder beißen – Was tun?

Warum kann Aggressivität erhalten bleiben?

Den Forschern war es wichtig, die Faktoren zu definieren, die Aggressivität auch über das frühe Kindergartenalter hinaus erhalten. Sie nennen hier beispielsweise soziale Einflüsse im Elternhaus. Sind Kinder mit psychisch kranken Eltern konfrontiert, oder leben sie in einer Familie mit geringem Bildungsgrad, bleibt Aggressivität tendenziell häufiger bestehen. Gleiches gilt für Kinder mit vielen Geschwistern. Es ist also durchaus möglich, gegenzusteuern. Hier sind vor allem Kinderärzte gefragt, die sich in Zukunft anhand von Risikofaktoren ein Bild machen und entsprechende Maßnahmen vorschlagen könnten. Lesen Sie auch: Wenn Eltern überfordert sind

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