Digitalisierung in Schulen: Viele Eltern sind nicht einverstanden

Medienerziehung in der Schule

Mädchen surft im Internet
Foto: © patrick

Rund fünf Milliarden Euro will die Bundesregierung im Rahmen des DigitalPakts investieren, um die Digitalisierung an deutschen Schulen voranzutreiben. Mehr als Smartboards soll es künftig folglich geben und auch das Nutzen digitaler Geräte durch Schüler und Schülerinnen ist geplant. Eine Studie jedoch zeigt, dass Eltern nicht immer offen für diese Veränderungen sind. Dabei ist die Medienerziehung in der Schule heute wichtig.

Tablets in der Schule? Nicht zu früh

Mehr als 2.000 Eltern befragten Meinungsforscher von Mentefactum bei der Durchführung einer Studie, die der Bund der Freien Waldorfschulen in Auftrag gegeben hatte. In Bezug auf Tablets als Arbeitsmittel in der Schule zeigten sich die Befragten recht kritisch. In der Grundschule erachteten rund achtzig Prozent Tablets als nicht sinnvoll und notwendig. Für 54 Prozent der Eltern ist eine Einführung digitaler Geräte erst ab der weiterführenden Schule sinnvoll. 21 Prozent wünschen sich sogar einen noch späteren Start und sieben Prozent möchten Tablets im Grunde gar nicht in Schulen wissen. Lesen Sie auch: Medienerziehung in der Familie

Handyverbote sind gewünscht

Die Nutzung des eigenen Handys in der Schule wird heute noch individuell geregelt. Hier dürfen Schulen für sich entscheiden, ob Mitnahme sowie Nutzung erlaubt oder verboten sind. Dass in Frankreich seit vergangenem Jahr ein generelles Handyverbot an Schulen gilt, lässt Eltern in Deutschland aber aufhorchen. Sie scheinen sich dies ebenfalls zu wünschen, wie eine erneute Auswertung des Deutschen Schulbarometers ergab. 76 Prozent der befragten Eltern halten ein Verbot privater Handynutzung in der Schule für gut.
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